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Ein Trio aus drei Feuerwehrfrauen hat eine heiße Spur: Immer wieder werden die Slums im Norden von einem Feuerteufel heimgesucht und die Freundinnen vermuten die korrupte Immobilien- und Spekulationsgruppe des aufstrebenden Politikers Warren Frump dahinter. Deren Motto lautet: Altes vernichten - Neues errichten! Was steckt in Wahrheit hinter den Sanierungsplänen? Oder ist es doch ein neurotischer Brandstifter, der die Stadt terrorisiert?

Die Macher von Firehouse haben sich ihre Ideen offenbar bei der Police Academy geholt, nur dummerweise aus deren späteren Filmen. Statt Polizeiluschen haben wir hier das intellektuelle Gegenstück bei der Feuerwehr. Die Wache soll zudem geschlossen werden, der Chef ist ein Trottel und seine Jungs würde ich nicht mal ein Lagerfeuer auspinkeln lassen, von der verschlafenen Notrufbedienung ganz abgesehen. Kurz gesagt, der Feuerwehrschlauch ist intelligenter als derjenige, der ihn bedient.
Etwas besser wird's wenigstens als drei weibliche Rekruten dazustoßen. Zunächst als schwaches Geschlecht abgetan, werden es aber die Hormone schon richten und gleich am ersten Tag verbrauchen die Herren Stunden und Material um eine Katze vom Baum zu holen, während die Mädels heroisch einen Küchenbrand löschen. Dazu kommt dann noch ein nerdiger Feuerteufel (der sich, ach wie lustig, selbst ankokelt und beim Brandlegen vom Dach fällt) und auch ein fieser Immobilienmakler ist sehr am kompletten Niederbrennen des maroden Stadtteils interessiert, um neue Wolkenkratzer zu bauen.
Wirklich amüsant ist diese Zotenparade aber leider nur selten und liegt meist auf dem Level von Sechsjährigen. Bis auf wenige Grinser folgt man der Geschichte eher fassungslos. Meine Vermutung ist sogar, das dies den Machern selber auffiel und man krampfhaft versuchte humoristische Qualität durch Massen an Titten auszugleichen. Das mag zwar dem (männlichen) Auge wohlgefällig sein, kann aber auch nicht über das schwache Script hinwegtäuschen.
Erstaunlich finde ich aber den Wertungsunterschied. Hier bekommt die 80er Klamotte 6.14 Punkte, während die IMDB mit 3.3 Punkten eine ziemliche Diskrepanz aufweist. Ich schließe mich da uneingeschränkt letzterer Meinung an und vermute das auch Julia Roberts, die hier ihren Leinwandeinstand feiert, diesen Film in ihrer Biographie dezent leugnet. Eine Komödie ohne lustige Charaktere und wenig gelungenen Gags ist halt einfach nicht viel Wert.
3/10

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