Review

Während der Forschung zur Manipulation des Wetters auf einer Insel werden die Wissenschaftler nicht nur von einem Reporter überrascht, auch Godzilla und eine aus einem Ei geschlüpfte Mini-Version treiben sich alsbald auf dem Eiland herum.

Mehr noch als die Vorgänger richtet sich dieser von Jun Fukuda inszenierte achte Film der Reihe um die verstrahlte Echse wohl an ein jüngeres Publikum. Und hier ist dann auch der Punkt erreicht, an dem ich raus bin. Schon die Musik im Vorspann deutet auf eine Leichtigkeit hin, die sich fast ohne Pause durch den Streifen zieht. Jeder frühere Anflug einer mehr oder minder eingebrachten Ernsthaftigkeit weicht hier mancher Knuffigkeit. Diese soll sich wohl überwiegend in dem im Titel vorkommenden „Sohn“ manifestieren, aber das Mini-Monster ist zuvorderst einfach nur hässlich. Und danach albern. Inklusive nervigen tonalen Äußerungen. Als Gespann mit dem großen G mag man da irgendwo auch noch Humor verorten, mir gelang das nicht. Auch die Umgebung wirkt eher günstig, die menschlichen Charaktere mit ihrer Wetterforschung reißen ebenfalls nichts.

Wenn wenigstens die Monsterkloppe was bieten würden. Doch auch hier herrscht trotz einer Vielzahl an Sequenzen überwiegend Fehlanzeige. Die Kamakirasu (Gottesanbeterinnen) bringen nicht viel (außer einem schmerzhaften Schrei, Anm. d. Red), Kumonga (Spinne) macht da schon eher was her, lässt aber auch Verve vermissen. Godzilla selbst sieht noch harmloser aus, immer weiter degeneriert sich der einstige Schrecken in die Kindermatinée. Dies spiegelt letztlich nur die weitere tonale Verschiebung der Reihe wider.

„I miss the food back home.“

Eierkopf-Godzilla und sein hässlicher Filius langweilen sich durch diesen Filmbeitrag, der nicht gut aussieht, nicht gut klingt und nicht unterhält. Kein ansprechendes Design, fortgeschrittenes Abrutschen in die Kindervorstellung und überwiegend lahme Monsterkloppe. Bis hierhin der Tiefpunkt der Reihe.

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