Review

Manch einer mag möglicherweise vehement widersprechen wollen, aber Gojira tai Hedora (oder, wer auf unsinnige Synchrontitel steht: Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster) ist wohl der wunderbarste dieser sagenhafte 28 Teile umfassenden Filmreihe. In der Tradition des Ur-Godzillas stehen hier endlich mal wieder die Untaten im Vordergrund, die Mutter Natur von der Menschheit angetan werden, allerdings zuzüglich einer gehörigen Portion Siebziger. Das Titelmonster (also Hedora, nicht Frankenstein) ist nämlich ein gewaltiger Dreckberg, der sich von CO2 und sonstigem Dreck ernährt und dabei schließlich sogar größer als Godzilla wird. Der kann sich Hedoras Schweinereien nicht lange ansehen ohne dabei selbst ganz stinkig zu werden und zieht ins Gefecht, doch wie vermöbelt man eigentlich ein Monster, das eh nur aus Abfall besteht und sich beliebig oft neu zusammen setzen kann?
Nicht nur mit solch philosophischen Problemen sieht man sich während dieses knapp Eineinhalbstündigen Erlebnisses kofrontiert, sondern auch mit lehrfilmartigen Zeichentricksequenzen, eigenartigem Machogehabe seitens Godzilla, sinnlosen (und fatalen) Hippie-Happenings auf Mt. Fuji, einem fantastischen Öko-Popsong zu psychedelischen Farbspielen, massivem Drogenkonsum, einer fliegenden Urzeitechse und natürlich viel, viel Scheiße. Außerdem lernen wir, dass Atomstrom doch die bessere Alternative ist und hören die wohl blödeste Erkennungsmelodie, die je einen Aufmarsch des Großen Grünen begleiten durfte.
WIe gesagt: großartiger Film!

Details
Ähnliche Filme