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Da der Heimatplanet einer außerirdischen Lebensform zerstört wurde, kommt diese auf die Erde, um sich der selbigen zu bemächtigen, indem sie zwei Riesenmonster namens King Ghidorah und Gigan durch die Lande wüten lassen, doch Godzilla und Angilas stellen sich den beiden im Kampf.

Mit "Frankensteins Höllenbrut" erreicht die Godzilla-Reihe einen kleinen Höhepunkt meiner privaten Monsterfilmskala, denn ich mag diesen zwölften Godzillabeitrag sehr.
Bis die Monster so richtig loswüten, wird die Geschichte von einem Comiczeichner erzählt, der in einem sich gerade im Aufbau befindlichen Freizeitpark namens Weltkinderland den Machenschaften der Außerirdischen nach und nach auf die Schliche kommt und zusammen mit netten Figuren wie der befreundeten Karatekämpferin, einem maiskolbenfutternden Hippie und einer Tonbanddiebin den Invasoren Einhalt gebieten möchte. Ist bei vielen Godzillafilmen die Handlung mit den Menschen meist etwas zäh und schleppend, so macht sie hier ziemlichen Spaß, denn wie die Protagonisten erfährt man erst nach und nach, was da in dem Park vor sich geht und zudem gibt es allerhand witzige Dinge zu bestaunen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es sich bei den Aussies, die ihren Planeten selbst zerstört haben und damit den mahnenden Umweltzeigefinger für uns Menschen heben, um Mistkäfer (!) handelt, auch wenn sie für mich eher wie Kakerlaken ausschauen, die zur Tarnung Menschengestalt angenommen haben.
Solche kurzweiliges Treiben lässt das Warten auf die Monsterauftritte zum Vergnügen werden und wenn die Monster dann die Bildfläche bestampfen, bekommt man all das, was man sich von einem Godzillafilm erhofft, nämlich massenhafte Zerstörung und Kämpfe.
Vier Monster sind diesmal zu besichtigen. Zum einen die Guten, nämlich Godzilla und sein stachliger Sidekick Angilas, den wir ja bereits aus "Godzilla kehrt zurück" kennen und zum anderen die bösen Weltraummonster, wozu der ebenfalls bekannte Dreikopfdrache King Ghidorah und Gigan gehören, der hier sein Debüt feiert. Und dieser Gigan ist eines der Monster, das ich neben Godzilla und Rodan zu meinen Top 3 Japanmonstern zähle. Er ähnelt optisch einem einäugigen Riesenvogel, ist mit einer Bauchkreissäge ausgestattet, kann zudem fliegen, hat anstelle von Händen zwei Metallhaken und ebenfalls metallverstärktes Fußwerk und mit diesen Dingen weiß er gut und vielseitig umzugehen, was sogar so weit führt, dass wir unseren Godzilla mehrfach deftig bluten sehen und auch Angilas hat eine blutspritzige Szene zu verzeichnen.
Diese Monsterszenen werden sehr ausgiebig zelebriert und man merkt der Arbeit von Regisseur Jun Fukuda an, dass diese im Mittelpunkt stehen sollen. Bisher gab es jedenfalls in noch keinem Godzillafilm solch zahlreiche und ausgewalzte Monstersequenzen.
Die Umsetzung der Zerstörungen und Kämpfe erfolgte in gewohnter "Mann im Kostüm trifft auf Miniaturbauten"-Manier und ist ein wahrer Augenschmaus, denn neben den detailreichen Bauten und tollen Kostümen, wurde diesmal sehr viel mit Feuer herumgefuhrwerkt und alles fällt eine Spur düsterer als sonst aus. Zudem ist die feine Musik von Akira Ifukube immer dabei und untermalt die Szenen sehr stimmungsvoll.
Zwar wurden einige Passagen aus vorherigen Godzillafilmen entnommen, z.B. der Schwenk über die Monster auf der Monsterinsel oder ganze Auftritte von King Ghidorah, aber diese sind sinnvoll in das Geschehen eingefügt worden und wenn man die entsprechenden Filme nicht kennt, fällt einem dieser Klau, wobei ich diese Vorgehensweise eher effektive Kostensparmaßnahme nennen möchte, nicht auf.

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger "Kaiju Eiga" mit einem tollen neuen Monster, dem Hauptaugenmerk auf den ausgiebigen Monsterszenen und trashigem Charme.

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