Review

iHaveCNit: Der Geheime Garten (2020)
19.10.2020

Nach dem sehr dokumentationslastigen Wochenende war es Zeit für ein wenig Fantasy-Unterhaltung. Marc Mundens Verfilmung „Der Geheime Garten“, basierend auf dem Buch „The Secret Gardens“ von Frances Hodgson-Burnett, kam mir da gerade recht, vor allem weil der Trailer sehr häufig in den letzten Wochen gespielt worden ist.

Die junge Mary Lennox verwahrlost im Anwesen ihrer toten Eltern, bis sie dort aufgegriffen wird und in das große Anwesen ihres Onkels aufgenommen wird. Das junge abenteuerlustige Mädchen entdeckt schrittweise einige geheime und auch verbotene Orte auf dem Gelände des Anwesens – vor allem ein geheimer Garten mit scheinbar magischen Kräften hat es ihr angetan – die nicht nur ihr, sondern auch ihrem Onkel und ihrem Cousin bei der Verarbeitung der düsteren Vergangenheit helfen können.

Auch wenn ich anfangs etwas Zeit gebraucht habe, in den Film einzusteigen und auch eine gewisse Sympathie für die etwas verwöhnte und verzogene Mary Lennox zu entwickeln, so hat mich der Film mit seiner sehr interessant konstruierten Geschichte über Trauerverarbeitung, Verlust und auch seiner integrierten Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen dann doch am Ende gepackt. Der Film kommt auch zum Einen sehr düster und zum Anderen sehr bodenständig daher. Das Produktionsdesign und auch die eher subtileren Spezialeffekte haben mir auch sehr gefallen. Mit Colin Firth und Julie Walters hat der Film auch dann 2 bekanntere Gesichter zu bieten, die vielleicht ein wenig zu wenig in ihren Charakteren zu tun haben, während Dixie Egerickx und Edan Hayhurst in den Rollen von Mary und Colin anfangs die Schwierigkeiten haben, dass Sympathien für ihre Charaktere entwickelt werden können, aber das spielt sich mit Zeit auch ein. Insgesamt auf jeden Fall ein tolles Fantasy-Märchen für Kinder, bei dem sich aber auch einiges für Erwachsene wiederfinden lässt.

„Der Geheime Garten“ - My First Look – 7/10 Punkte.

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