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Charlie und seine Ehefrau Michelle sowie sein Bruder Josh und dessen Freundin Mina - bei der es sich um Charlies Firmen-Partnerin handelt - mieten übers Wochenende ein an einer Steilküste gelegenes, luxuriöses Strandhaus. Nachdem die beiden Pärchen an der besagten Hütte ankommen sind und von Taylor, dem etwas unangenehmen Bruder des Besitzers, die Hausschlüssel entgegengenommen haben, pfeift man sich am Abend gemeinsam Ecstasy ein, um so richtig die Party-Stimmung anzuheizen... was dazu führt, dass Charlie und Mina erst zusammen im Hot Tub und anschließend unter der Dusche landen. Am nächsten Morgen macht Mina die unangenehme Entdeckung, dass irgendjemand - vermutlich Taylor - Mini-Kameras im Bad installiert und ihr kleines Nümmerchen offenbar aufgezeichnet hat. Damit ihre jeweiligen Partner nichts von ihrem Seitensprung erfahren, beschließen die beiden, Stillschweigen über die Angelegenheit zu bewahren und den Rest vom Wochende bis zur Abfahrt auszusitzen, doch als Michelle Taylor unwissentlich für einen Reparatur-Job herbeizitiert, eskaliert die Situation... So ein kleines, billiges Horrorfilmchen bietet sich immer noch am ehesten an für ein risikofreies Regie-Debüt mit überschaubarem Budget und damit verbunden auch der Aussicht darauf, auf jeden Fall Kasse zu machen. Genau das oder etwas Ähnliches hat sich vermutlich auch Schauspieler Dave Franco bei seinem vorliegenden Ausflug hinter die Kamera gedacht, denn was soll bei der Nummer schon schief gehen? Nun ja, eine ganze Menge, irgendwie, denn sein "The Rental - Tod im Strandhaus" ist primär doch eher ein fades Beziehungs-Drama geworden, das den Zuschauer ziemlich lange mit seinen ebenso uninteressanten wie auch unsympathischen Figuren langweilt und erst in der zweiten Hälfte 'nen kurzen Abstecher in Richtung olles Psychopathen-Kino inklusive belanglosem Body-Count macht. Bummer! Francos Version des guten, alten Slasher-Horrors ist also leider nicht weiter der Rede wert und auch ziemlich unoriginell, denn die Quintessenz der Geschichte kennt man schon aus einem Streifen wie "Unsichtbare Augen", der da schon fast zwanzig Jahre auf dem Buckel hat... und damals schon nichts getaugt hatte! Originalität sucht man hier also ebenso vergebens wie blutige Morde oder gute Spannungs-Momente und ein eventuell aufkeimendes Gefühl der Paranoia wird durch die ungeübte Inszenierung völlig verschenkt, so dass einen da die mehr als passablen Darsteller (u.a. Dan Stevens und Alison Brie) bei der Stange halten müssen, die überzeugend in ihre Arschgeigen-Rollen schlüpfen. Das verstörend gedachte Ende, bei dem der Killer nicht enttarnt wird und einfach woanders seine Masche weiter durchzieht, resultiert vermutlich im härtesten Augenrollen der Saison. Sorry, not even worth a rental...

3/10

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