Mexikanischer Okkult-Horror aus dem Jahre 1978 von Juan López Moctezuma, der aus seinen vermutlich eingeschränkten Möglichkeiten eine Menge herausholt und sich mit fortwährender Spieldauer zu einem wahren Horror-Inferno entwickelt. Zunächst erinnert „Alucarda“ noch an europäische Exploitation und ist von einem trashigen Charme umgeben, stellenweise aufgrund der unzureichenden schauspielerischen Leistungen der allerdings bildhübschen Hauptdarstellerin sogar unfreiwillig komisch. Ausufernde Nacktszenen und Auftritte von Gestalten, die mehr an Fantasy-Märchen denn an beinharten Horror erinnern, tragen ihr Übriges dazu bei. Der Film steigert sich dann aber zu einem wunderbar blasphemischen, negativen, fast schon surrealen Horrorerlebnis mit reichlich schockierenden Szenen und blutigen Spezialeffekten und einer unheimlichen, künstlerischen Atmosphäre. Wenn der Abspann einsetzt, hat der Genre-Vielgucker das Gefühl, tatsächlich einmal etwas Besonderes gesehen zu haben.