Review

Die X-Men sind zurück, um einen drohenden Krieg zwischen Menschen und Mutanten zu verhindern.

Story:
Seit dem Vorfall auf Liberty Island ist nun einige Zeit ins Land gezogen. Magneto (Ian McKellen) schmort in seinem Gefängnis so vor sich hin, Wolverine (Hugh Jackman) sucht in einer verlassenen Basis nach seiner Vergangenheit und die restlichen X-Men leben so vor sich hin. Dann kommt die Nachricht, dass ein Mutant einen Anschlag auf den Präsidenten verübt haben soll. Das verschärft die eh schon angespannte Situation zwischen Menschen und Mutanten noch mehr - ein Krieg scheint unausweichlich. Zeit also für die X-Men, das Unheil irgendwie abzuwenden...

Die Fortsetzung des Kassenschlagers "X-Men" macht keine Gefangenen, setzt storymäßig ziemlich genau an seinen Vorgänger und bietet im Wesentlich genau das, was schon Teil 1 so erfolgreich machte: Gute (CGI)-Effekte, (leider) harmlose PG13-Action und die nötige Portion Gags (hauptsächlich von Wolverine), um die Chose aufzulockern.

Neben den bekannten, stets gut agierenden Darstellern kommen mit Nightcrawler und Deathstrike noch zwei neue Mutanten in kleineren Rollen hinzu, die aber im Falle von Nightcrawler eher nerven und Deathstrike (eine weibliche Version von Wolverine) leider sterben muss. Die übrigen X-Men sind schon aus dem ersten Teil bekannt und dürfen ihre Fähigkeiten so einige Male zur Schau stellen. Besonders Hugh Jackman weiß dabei ein um's andere Mal zu überzeugen und punktet sowohl mit witzigen Sprüchen als auch mit einigen nicht zu harten Kämpfen.

Die stellen - neben einigen aufgrund der 2-stündigen Laufzeit doch eher langatmigen Passagen - den einzigen wirklichen Schwachpunkt dar. Klar sind "X-Men" klar auf jungendliches Publikum ausgelegt und dementsprechen wurde drauf geachtet, dass so wenig explizite Details wie möglich zu sehen sind. Es wäre halt aber dennoch wünschenswert gewesen, wenn man bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich noch einen R-Rated Director's Cut angeboten hätte, den es bestimmt gibt. So geht's zwar ganz gut ab, es bleibt aber alles zu harmlos, als das sich erwachsene Zuschauer davon beindrucken lassen könnten. Glücklicherweise hat man wenigstens bei den CGI-Effekten nicht übertrieben, die meistens nur dann zum Einsatz kommen, wenn Storm, Cyclops oder Jean ihre Fähigkeiten auspacken. Das sieht natürlich gut aus, lässt den Film aber auch stellenweise arg künstlich aussehen.

Fazit: Die "X-Men" bleiben neben "Blade" immer noch die beste Comicverfilmung. Wenn man beim nächsten Teil die Eier hat, ein R-Rating anzustreben, gibt's auch die Höchstnote.

8 von 10 Punkten

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