... scheinbaren Obskurität am Rande der Gesellschaft endlich auch durch die Presse und die Medien in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Die Nichtübereinstimmung von persönlich gefühlter Geschlechteridentität und dem nach äußeren Merkmalen eingetragenem Geschlecht ist auch - oder gerade - ein Thema im Bereich der Filmschaffenden und der Medien.
"Disclosure" lässt Beteiligte und Betroffene aus den Bereichen Filmemacher, Schauspieler, Autoren, Produzenten oder Künstler vor der Kamera zu Wort kommen und schildert deren Weg zur Selbst- und Identitätsfindung durch Filme und die Darstellung von Transgender-Personen in ihnen, innerhalb des letzten Jahrhunderts.
Dabei steht im Fokus, dass für viele Beteiligte die Darstellung im Film lange die einzige Möglichkeit war, einen Kontakt zwischen Außen- und Innenleben zu knüpfen und den eigenen Zustand als etwas Natürliches wahrzunehmen. Gleichzeitig benutzte Hollywood Transgender lange Zeit nur für komische Darstellungen, vereinfacht homosexuelle Witze, die Provokation von Hass oder Ekelgefühlen, was der Gesellschaft vorgab, wie sie sich angesichts des Transgenderthemas zu fühlen hatte.
Erst in den letzten Jahren wurde Transgener verstärkt neutraler thematisiert, aber es ist ein weiter Weg bis zur Normalität...