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Eine Found Footage Dokumentation eines Virusausbruchs innerhalb eines begrenzten Areals als beklemmende Mini-Schilderung einer Apokalypse kann funktionieren - siehe den genialen spanischen [REC]. Doch BY DAY'S END stellt sich da recht unbeholfen und amateurhaft an und kommt generell mindestens 10 - wenn nicht gar 15 - Jahre zu spät. Die Mieter einer kleinen, aber praktischerweise an allen Ecken mit Überwachungskameras ausgestatteten Wohnanlage eiern nur planlos hin und her und ein beleuchtetes, ungeschütztes Apartment wird kurioserweise nicht von Horden von Infizierten gestürmt. Daraus, dass die 2 Hauptfiguren ein lesbisches Pärchen sind und eine von den beiden Damen zusätzlich magersüchtig ist, macht der Film viel zu wenig. Warum wurden diese kuriosen Dinge dann überhaupt eingebaut? Hier wird nur noch auf dem Grab eines einstmals effektiven und erfolgreichen Subgenres getanzt.