Da hat mal jemand die trashige Grundidee eines todbringenden Verhütungsmittels, doch die Nebenwirkungen sind mit dem Effekt eines mittelstarken Schlafmittels gleichzusetzen.
Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Lisa van Dam-Bates hat sich mit ihrem Debüt völlig überhoben.
Kellnerin Mae (van Dam-Bates) lässt sich von einem befreundeten Gynäkologen die Spirale einsetzen. Als sie kurze Zeit später Geschlechtsverkehr mit ihrem Freund hat, stirbt dieser während des Aktes. Der ermittelnde Detektive steht vor einem Rätsel…
Aus juristischer Sicht wäre es mal eine Studie wert, ob man fürs Totpoppen überhaupt belangt werden kann (natürlich ohne zusätzliche Gewalteinwirkung oder Einnahme irgendwelcher Drogen). Dass sich der Geschlechtspartner beim todbringenden Akt in ein explosives Gemisch aus Blutfontäne und Gekröse verwandelt, dürfte überdies nicht häufig vorkommen und ist aus medizinischer Sicht schwer nachvollziehbar. Die Schaltpläne und vagen Konstruktionen während der Exposition reichen dafür wahrlich nicht aus.
Unspektakulär ist allerdings das, was sich außerhalb der drei Ableben ereignet. Die Schauplätze, wie die zumeist leere Kneipe und die 08/15-Wohnung geben nichts her und die Dialoge der wenigen, lahm gezeichneten Figuren fallen durch die Bank hölzern aus, wozu die Grottensynchro nicht unerheblich beiträgt. Ein kleines Schmankerl bietet indes eine im TV gezeigte Phantomzeichnung eines vermeintlichen Serienkillers, die in ihrer Oberflächlichkeit jeden zweiten Amerikaner verdächtig erscheinen lässt.
Ebenfalls nicht uninteressant ist eine Begebenheit rund um den Dreh, denn ein Nebendarsteller war kurz zuvor als Bankräuber unterwegs und wurde selbstverständlich gleich darauf eingebuchtet, - eine in jeder Hinsicht gescheiterte Karriere, denn die Mimen befinden sich bis auf van Dam-Bates selbst auf merklichem Amateurniveau, mit unbeholfener Gestik, unpassenden Gesichtsausdrücken und Teilen von Overacting. Der Score, welcher nahezu permanent dudelt, könnte ein Relikt von 1988 sein, als die Welle von New Age einige Hobby-Musiker an die Synthesizer trieb. Zum Geschehen passen die Klänge jedenfalls nicht.
Und so kommt selbst zum Finale kaum Spannung auf, als man dem Übeltäter, dessen Motiv gänzlich im Dunkeln bleibt, auf die Spur zu kommen versucht. Die wenigen, handgemachten Gewalteinlagen suggerieren zwar minimalen Body Horror, doch Gorehounds dürften nur müde abwinken. Horrorfreunde im Übrigen auch, denn Langeweile nahe einer amateurhaften Inszenierung muss nicht sein.
2,5 von 10