Die junge Waise Shelly reißt aus und flüchtet sich in die Scheune des alten Griesgrams Crowley. Als er seine alte Stute aufgrund eines Wolfsangriffes erschießen muss, bleibt deren Fohlen allein zurück. Doch das verstörte Tier und Shelly verstehen sich auf Anhieb und so nimmt der Alte die Kleine bei sich auf. Nur bis morgen versteht sich.
Ich hab den Film mit meiner tierverliebten, pferdenärrischen elfjährigen Nichte gesehen und sie war emotional durchgehend voll drin, mal wütend, oft liefen Tränen, aber am Ende war sie ganz hingerissen.
Und ja, der Film ist schon ein feines Ding geworden. Klar gibt es einiges zu bemängeln, wenn man sucht. So ist Shelly eine nahezu perfekte Reiterin, obwohl sie erstmalig auf einem Pferd sitzt. Und natürlich bekommt man das unwahrscheinlichste und unrealistischste Happy End serviert, das die Taschentücher hergeben. Aber manchmal ist es auch einfach schön, wenn man von einem Film in eine heile Welt entführt wird.
Auf technischer Seite passt fast alles. Die Kamera liefert schöne Bilder, der Score ist stimmig und die Geschichte um zwei Menschen, die sich gegenseitig retten, ist zwar alles andere als neu und eine ziemlich konstruierte Figurenkonstellation sorgt für etwas Drama, aber das ist alles herzerwärmend inszeniert. Witzig ist es auch noch oft genug.
Lediglich die Nahaufnahmen der reitenden Shelly wirken unfassbar künstlich und zwischen den restlichen feinen Aufnahmen wie Fremdkörper. Unnötig sind sie zudem auch noch.
Der Cast dagegen ist ganz hervorragend. Die Antagonisten sind herrlich fies, Shelly ist liebenswert und Jon Voight spielt den alten Grummler wirklich super.
Leichte Unterhaltung, die man gut mit Kids 10+ schauen kann. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf.