Musik ist ein verbindendes Element. Nicht nur im dritten Teil der Filme um Bill & Ted, sondern auch generell. Und für mich als (Hobby-)Musiker gibt es wohl kaum eine größere Konstante in meinem Leben als das, was die Luft in Rhythmik und Melodie zum Schwingen bringt.
Ganz so einfach haben es Bill & Ted in diesem Teil allerdings nicht, liegt es doch an ihnen, den Song zu spielen, der das Raum-Zeit-Gefüge und überhaupt das Überleben des Universums sichert. Unterstützt werden sie dabei von ihren Töchtern und der allseits bekannten zeitreisenden Telefonzelle.
Die beiden Vorgänger sind eine ganze Weile her und somit ist es erst einmal ungewöhnlich, die vor knapp 30 Jahren etablierten Figuren nun so gealtert wiederzusehen. Für die neueren Zuschauer hat man den Nachwuchs mit eingebunden. Leider hat man daraus nur Kopien der Väter gemacht und diese kommen recht albern rüber. Gleiches gilt für den Roboter Dennis, dessen Rolle auch nicht wirklich gelungen ist. Bill und Ted, respektive Alex Winter und Keanu Reeves, sind die Alten – was etwas traurig ist, da das, was sie zu sympathischen Deppen in ihren Jugendjahren machte, nun merkwürdig anmutet, da so gut wie keine Entwicklung in den letzten Dekaden stattgefunden hat. Aber sei's drum, man will ja, dass sich das geneigte Klientel heimisch fühlt.
Trotzdem macht das Wiedersehen Freude, genauso wie mit William Sadler als Tod, der ein klassisches Bandgespräch klärender Art führen darf. Bassisten sind eben doch eine eigene Art. Schlagzeuger übrigens auch. -hust-
Dave Grohl gibt sich auch mal kurz die Ehre und den leider 2008 verstorbenen George Carlin bekommt man kurz als Hologramm zu sehen.
Die Story selbst ist eine launige Zeitreise, die einige spaßige Episoden hat und gerade diese Szenen bieten auch das meiste komödiantische Potential. Insbesondere der Abstecher zu Mozart ist ein Brüller („Wer ist hier die geilste Sau?“), abseits dessen sind die Aufeinandertreffen mit ihren anderen Ichs für die beiden Protagonisten mal mehr mal weniger interessant. Letzten Endes suchen sie nach dem Song, der die Welt eint. Am Ende bekommt man eine recht generische Rocknummer geboten, was aber erwartbar war.
Die Effekte sehen deutlich besser aus als in den Vorgängern, die Inszenierung geht in Ordnung. Trotzdem bleibt Teil 3, nüchtern betrachtet, eine verzichtbare Fortsetzung mit gealterten Figuren, die oberflächlich betrachtet Spaß machen kann, der es aber an der sympathischen Unbedarftheit der Vorgänger mangelt und mit unnötigen neuen Figuren angereichert ist. Hätte es nicht gebraucht, kann man aber mal schauen.