Bereits der erste Ausflug ins dentale Horrormetier der Zahnfee erwies sich als Pein für den Zuschauer und Regisseurin Louisa Warren hat seither wenig bis gar nichts dazugelernt, wie ihre Fortsetzung in nahezu allen Belangen untermauert.
Zeichner Corey hat die Angriffe eines vermeintlichen Serienkillers als Kind überlebt, doch seit dieser Zeit leidet er unter dem Trauma der Zahnfee. Bei einem Treffen ehemaliger Studenten in einem abgelegenen Cottage verstärken sich seine Visionen und tatsächlich trachtet ein Dämon nach den Zähnen der Anwesenden…
Die titelgebende Wurzel des Bösen liegt am nicht vorhandenen Gespür der Regisseurin, die Grundzutaten für ein solches Projekt bereitzustellen. Sämtliche Figuren sind unsympathisch, Corey ist wegen seiner ständigen Abwesenheit mit psychotisch anmutenden Zügen ohnehin ein Störfaktor und um die Erscheinung der Zahnfee ist es einmal mehr richtig mies bestellt.
Die hellblonde Lockenperücke mit schlecht sitzender Maskerade, welche unvorteilhafte Proportionen preisgibt, will rein gar nicht zu der dazugehörigen, tiefen männlichen Stimme passen. Dadurch erscheint sie zwar divers und gendert sich selbst, doch die kaum blutigen Taten hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Sobald die Zange in Richtung Mund zielt, wird konsequent ausgeblendet und auch ein Hammer wird lediglich erhoben, bevor er irgendwo im Off zuschlägt.
Das abgelegene Cottage im britischen Hinterland schürt allenfalls in Ansätzen Atmosphäre und ein kleines Versteckspiel im Maisfeld zieht fast immer. Auch der Score ist mit Erfolg um zwei, drei markante Themen bemüht, doch darüber hinaus will sich zu keiner Zeit Spannung einstellen. Vor allem fallen die miesen, darstellerischen Leistungen aller Beteiligter auf, entsprechende Dialoge mit dürftiger Synchro verstärken jenen Eindruck noch. Ein weiteres auffälliges Manko ist die erbärmliche Soundabmischung. Da wird der Ton eines krähenden Hahnes als metallisch klingende Doppelspur hineingemischt, während ein permanentes Rauschen von den Dialogen unterbrochen wird. All das im digitalen Zeitalter.
Der nicht vorhandene Background der Bedrohung lässt sich im Gegensatz zum dilettantischen Handwerk nicht auf das kaum vorhandene Budget zurückführen, denn ein paar Infos am Rande hätten zumindest ein wenig Mystik ins Spiel gebracht. So aber langweilt man sich durch einen gar nicht gruseligen Streifen, der weder Blut noch Spezialeffekte bereithält und sich zudem noch viel zu ernst nimmt, um als gemütlicher Trash durchzugehen.
2 von 10