Von diesem merkwürdigen Titel abgesehen, der aber im Verlaufe des Filmes seine Verwendung halbwegs rechtfertigt, ist dies ein Mafia-Film eher unspektakulärer Art. Ein wesentlicher Grund hier ist sicherlich das ingesamt bescheidene Budget, das dem Regisseur zur Verfügung stand und das eben auch nur Shots von 2-3 Locations zuließ. Mit der Konzentration auf den luxuriösen Malibu-Wohnsitz des mafiösen Oligarchen Oleg, der es aus Anlaß des russischen Neujahrsfestes mitsamt seiner Familie und Freunden so richtig krachen lassen will, aber nur Abgründe aus Zwietracht, Neid und Morddrohungen wachsen sieht, verbindet Bodrov einen überwiegend ruhigen, manchmal betulichen Inszenierungsstil, der zumindest in der ersten Hälfte des Filmes jeder Hauptfigur ausreichend Gelegenheit gibt, sich dem Publikum mit seiner eigenen Geschichte angemessen zu präsentieren: überdurchschnittlich agieren hierbei Dean Stockwell und ganz besonders Lesley Ann Warren (beaubernd mit fast 60 Jahren!).
Die aus scheinbar sozial diametralen Verhältnissen stammenden Protagonisten Oleg (Vladimir Mashkov) und Lisa (Jennifer Json Leigh) treiben sodann in einem letztendlich unglaubwürdigen Reigen aus Liebe, Verrat & Tod erst zu- und dann auseinander. Einzelheiten seien dem Neugierigen erspart, aber er sollte ein gewisses Maß an filmischer Enttäuschung wegstecken können.
Leider nur 6/10