Die Außerirdischen sind noch immer zugegen und wollen die Erde erobern, indem sie die Menschen mit Hilfe von Mechagodzilla und einem Riesensaurier vernichten, doch Godzilla ist auf der Hut und stellt sich schützend vor die Menschen.
Lange hatte Ishiro Honda, der Regisseur des ersten Godzillafilms von 1954 keinen Kaiju Eiga gedreht (der letzte war fünf Jahre her, nämlich "Monster des Grauens greifen an"), doch nachdem der vorherige von Jun Fukuda inszenierte "King Kong gegen Godzilla" ein finanzieller Erfolg war, nahm er wieder auf dem Regiestuhl Platz, wobei dies leider seine letzte Monsterfilmregiearbeit werden sollte.
Dieser Film schließt direkt an die Geschehnisse des Vorgängers an und als Einstimmung und Erinnerung bekommen wir im Vorspann nochmal beeindruckende Szenen vom Duell zwischen Big G und Mechagodzilla kredenzt. Wie wir wissen, verlor der Roboter dort seinen Kopf und so sammeln die Außerirdischen nun seine Teile zusammen, um aus diesen ein noch besseres Modell namens Mechagodzilla 2 zu schustern. Um die Zeit der Bauzeit für Fiesheiten zu nutzen, wird mit Hilfe eines von den Menschen enttäuschten Wissenschaftlers namens Dr. Mafune (ich liebe diesen Namen) ein Riesendino aus dem Meer gerufen, der die Menschheit aufmischt.
Zugegebenermaßen vergeht bis zu den richtigen Monsterszenen wie schon im vorherigen Film einiges an Zeit, aber im Vergleich zum Vorgänger gefällt mir die Menschen-/Außerirdischenhandlung gut. So gibt es interessante Figuren, wie den bereits erwähnten Dr. Mafune, der sich auf die Seite der Invasoren stellt, da er von der Menschheit enttäuscht wurde, aber dennoch sein eigenes Ding drehen will oder die dramatische Situation mit seiner Tochter, die verstarb, aber von den Außies ein künstliches Herz verpasst bekam, wodurch sie weiterleben kann, aber eben auch die Steuerung für den Mechagodzilla eingepflanzt bekommt (in dieser Szene sieht man doch tatsächlich zwei nackte, wenn auch aus Plastik bestehende, Frauenbrüste, was eine Seltenheit im klassischen Kaiju Eiga darstellt), was am Ende für einen feinen Konflikt sorgt, da sie zwischen dem Wohl der Menschheit, ihrer Liebe zu einem Mann und dem eigenen Leben wählen muss.
In der ersten Hälfte des Films feiert dann monstertechnisch lediglich der Titanosaurus seinen Einstand. Dieser Rabauke stellt sich als Dinosaurier mit Schwanzflosse und Irokesenkopf- und Rückenkamm heraus, der elefantöse Geräusche von sich gibt, ein bisschen unter Wasser und ein bisschen mehr an Land wüten darf und nie mehr in weiteren Filmen gesichtet wurde, was nicht allzu schade ist, da er zwar nicht vollkommen versagt, aber halt nichts besonders zu bieten hat, denn er kann lediglich kraftvoll springen und mit seinem Schwanz starke Winde erzeugen.
Mechagodzilla, der Star des letzten Streifens, hat sich optisch nicht großartig verändert, ist aber nun immun gegen den Kopfabriss, der ihm beim letzten Auftritt zum Verhängnis wurde.
Godzillas Auftritte sind wieder knapp ausgefallen und er ist lediglich der Retter in der Not. Er darf im Mittelteil ganz kurz und ohne Vorwarnung auf den Titanosaurus treffen und am Ende stellt er sich dann den beiden Unholden. Diese finale Monsterschlacht ist wieder gewaltig und es gibt ein paar schöne Kämpfe mit spaßigen Einlagen wie den Schleuderbiss vom Titanosaurus gegen Godzilla oder die Bauchrakete auf Godzilla, die bei ihm Maulqualmerei verursacht.
Nicht so gut gefallen mir die vollkommen neuen Kameraeinstellungen, bei denen die Monster von unten abgefilmt wurden, wenn sie sich gegenüber stehen, da dies anscheinend tatsächlich im Freien gedreht wurde (zu erkennen an den Wolken) und sich mit den wunderschönenen Studioaufnahmen beißt.
Da Ishiro Honda Regie führte, ist das Ganze erneut sehr düster ausgefallen und die geniale Musik stammt wieder von Akira Ifukube und gibt dem Film den klassischen Godzillasound, den ich sehr mag.
Mit diesem fünfzehnten Beitrag endete die klassische Godzillareihe und es sollten fast zehn Jahre vergehen, bis die Riesenechse wieder die Leinwand betrat.
Insgesamt sind die Monsterszenen bei "Konga, Godzilla, King Kong: Die Brut des Teufels" zwar wieder relativ knapp bemessen, aber wenn die Monster in Aktion sind, dann kann sich das sehen und hören lassen und die Wartezeit dazwischen wird mit einer teils (unfreiwillig) komischen, teils spannenden, teils dramatischen Handlung überbrückt. Nicht der beste, aber auch nicht der schwächste Godzillabeitrag.