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Brillanter Korea-Agententhriller, der sich mühelos an den Klassikern "Shiri" (Action) und "JSA" (das hervorragende Drehbuch) messen kann. Han Seok-gyu ( aus u.a. dem herrlich morbiden "Tell me Something") gibt einen Überläufer, der zuerst Folter und langes Misstrauen überstehen muss, bevor seine Kenntnisse und Fähigkeiten vom südkoreanischen Geheimdienst genutzt werden und er langsam eine Karriere auf der anderen Seite aufbauen kann. Tatsächlich aber hat er sich heimlich seinen Klassenstandpunkt bewahrt ... der Innere Konflikt, insbesondere als tiefe Gefühle für eine südkoreanische Agentin ins Spiel kommen, bleibt dennoch nicht aus. Und plötzlich steht er zwischen allen Fronten.
"Comrade" aus dem Jahre 2002, der just in Hong Kong unter dem Titel "Double Agent" veröffentlicht wurde, taugt nur erneut als ein formidables Argument dafür, dass selbst diesseits des Mainstream in Korea immer noch großartige Werke produziert werden und mitnichten alles aufgeblasenes Nichts ist ... so wie manche Kritiker - besser Hiob als gar kein Bote - zügig präjudizierten. Kim Hyeon-jeong führte Regie bei diesem durch und durch gelungenen Beitrag zum Lieblings(-Konflikt-)Thema des südkoreanischen Kinos, den ich ihm nach seinem eher doch überflüssigen Slasher-Nachtrag "Bloody Beach" so verdammt gut und superspannend gar nicht zugetraut hatte.

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