So, erst einmal etwas zur Story, da den Film vermutlich nicht viele Leute kennen:
3 Freunde (Markus, Tim und Daniel) fahren im Sommer durch Berlin und wollen einen Snuff-Film drehen. Dabei ist der Film immer aus der Perspektive von Daniel zu sehen, der die Kamera hält. So ziehen die 3 Jungs also in Berlin rum auf der Suche nach einer weiblichen Hauptdarstellerin für ihren Film. Bis die drei die richtige Hauptdarstellerin finden, vergeht eine Weile und sie erleben einige kuriose Sachen.
Markus, einer der 3 Hauptdarsteller, hat früher eine schlimme Kindheit gehabt und er vermischt immer mehr das Spiel mit der Realität. Er ist sozusagen der Psychopath innerhalb der Gruppe und ist nicht abgeneigt, einen wirklichen Mord zu begehen. An dieser Stelle wird auch der Gruppenkonflikt zu den anderen beiden Freunden erkennbar und der Film nimmt seinen Lauf....
So, nun zur Kritik:
Der Film ist ein netter dreckiger Trash-Film, der für Unterhaltung sorgt und einige gute Sprüche parat hat. Zum Beispiel die Szene, wo Tim zu Laura sagt: „Jetzt sei doch nicht so undankbar.“, nachdem Laura keine Lust mehr hat im Film mitzuspielen und am liebsten abhauen würde. Oder ein anderer guter Spruch von Tim: „Hauptdarsteller sind immer zickig, oder? Selbst in großen Produktionen.“, nachdem sich Laura nicht verhält, wie man es von Ihr erwartet.
Eine andere interessante Szene ist zu sehen, nachdem Laura gefesselt am Baum ist und nichts mehr sagt. Psycho-Markus läßt sie Zwangs-Wassertrinken und sagt "Wenigsten kommen ein paar Töne raus.“, nachdem sie sich verschluckt hat.
Deutschland hat einen Newcomer mehr in der Independentfilme und ich finde, das es wichtig ist, ihm einige Tipps für seine zukünftige Karriere zu geben:
Der Film hätte ruhig etwas mehr freizügiger sein können. Es wäre zum Beispiel ein großer Gewinn für den Film gewesen, wenn man die Titten der Hauptdarstellerin zeigen könnte. Markus hätte zum Beispiel, nachdem Laura am Baum gefesselt war, ihr die Bluse mit seinem Messer aufreißen können.“ Ein richtiger Psycho-Film hätte es werden können, wenn man noch ein paar geile Folterszenen hätte einbauen können.
Ein wenig enttäuscht war ich von der Splatter-Szene gegen Ende des Films. Da hätte man noch ein wenig besser alles in Szene setzen können. Aber ich denke, das so etwas auch nicht einfach für einen Regisseur, gerade wenn man noch nicht so viel Erfahrung im Filmedrehen und Special Effects hat.
Aber der Film macht wirklich Spaß und es ist auch geil anzusehen, wie realistisch Laura spielt, nachdem sie den Mouth-Ball (ein guter Einfall übrigens) verpasst bekommt. Ich hoffe, dass wir von Richi Stark in Zukunft noch mehr Produktionen bekommen werden.
6/10 Punkte