Drei junge Männer drehen mit ihrer Handkamera einen Film. Also begeben sie sich auf die Suche nach einer hübschen jungen Frau als Hauptdarstellerin. Nach mehreren gescheiterten Anläufen findet sich tatsächlich und zufällig ein Opfer, mit dem sie in den Wald rausfahren. Die Utensilien wie Maske, Knebel und Messer versetzen die Frau allerdings zunehmens in Panik. Können wir uns zunächst noch über die unbedarfte Art der Typen amüsieren, wie sie an diversen Touristenballungszentren in Berlin junge Frauen anquatschen, so nimmt der Film eine erstaunlich unheilvolle Wendung. So wird der Zuschauer über lange Zeit im Unklaren darüber gelassen, ob die Drei einen Slasherfilm mit ihrem Kunstblut im Kofferraum improvisieren möchten oder tatsächlich einen Snufffilm drehen wollen. Dazu trägt vor allem die geniale Rollenverteilung der beiden vor der Kamera bei: während einer mit seiner absonderlich naiven Art eher gutmütig bis unbeholfen wirkt, ist der andere entschlossen und immer mehr zügellos. Der Dritte (hinter der Kamera) bleibt bis auf ein paar Kommentare im Off. Erstaunlicherweise gilt für alle Schauspieler, dass man oft nicht weiß, was gespielt ist und was nicht, beeindruckend ist hier vor allen "Opfer" Patricia Hoffmann. Was uns Regisseur Richard Stark mit seinem Debüt beweist ist , dass man mit geringem Budget einen spannenden, fiesen Film drehen kann, der mit einer glänzenden Story daherkommt. Diese fängt leise an und hört umso brutaler auf.
Fazit: Ausnahmeamateurfilm in der Tradition von "Last House On The Left" und "Ich Spuck Auf Dein Grab". 8/10 Punkten