Manchmal sind Filme eben doch die beste Einschlafhilfe - wie eben diese Bombe hier mit dem Titel "Wild Women of Wongo". Der Streifen ist leider das traurige Resultat dessen was passiert, wenn man eine Viertelstunde Handlung auf 70 Minuten streckt. In kurzen Worten liese sich das Werk als einen Cross aus Tarzan, Traumschiff und Sandmännchen beschreiben. In langen Phrasen... lest selbst...
"Wild Women of Wongo" ist im Jahre 1958 entstanden, als es auf der Leinwand noch einigermaßen züchtig zuging, kann aber schon als Vorläufer für die später folgenden Nudie Cuties bezeichnet werden. Eine Handlung gibt es so gut wie nicht. Statt dessen turteln einpaar adrette Mädels im Leopardenkostüm mit einpaar muskulösen Kerls im Lendenschurz vor malerischer Südsee-Kulisse (Palmen, weißer Sand, blaues Meer, bunte Pagageien etc.) rum. Diese wirklich schön fotografierte Landschaft ist auch der heimliche Star des Films, der ansonsten nur Langeweile bietet.
Unglaublich, dass ein Werk von so kurzer Laufzeit dem Betrachter so viel an Geduld abverlangt, aber genau das ist "Wild Women of Wongo". Immerhin gibt es in der zweiten Hälfte dann doch noch einpaar nette Szenen, die den Streifen vorm endgültigen Absaufen bewahren: einen Catfight am Strand, einen Unterwasserkampf mit einem Alligator (Fulci´s "Woodoo" lässt grüßen, nur nicht so blutig...) sowie - als Höhepunkt - eine knapp 10-minütige Tanzsequenz, bei der die wilden Weiber fast schon wie in Trance performen. Von einpaar Affenmenschen ist auch irgendwo die Rede, allerdings gibt es nur die frustriert dreinblickende dicken Frauen eines befeindeten (?) Stammes... Sex? Fehlanzeige! Nudity? Nö! Action? Zuviel verlang!
Fazit: Wer beim Schäfchen-Zählen keinen Erfolg hat, probiert einfach "Wild Women of Wongo" aus. Immerhin von der Machart her eine echte Late-1950s-Oddity und daher nicht ganz schlecht, jedoch auch sehr weit vom Kultstatus entfernt. 3 von 10 Punkten.