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Während der Weihnachtsfeiertage machen sich die Halbschwestern Ida und Tuva zu einem Winter-Tauchgang in die abgelegenen Fjorde Norwegens auf. Doch der idyllische Familienausflug wird zum Albtraum: Nach einem Erdrutsch steckt Tuva fest - 33 Meter unter der Wasseroberfläche. Ida steigt auf und will an Land Hilfe holen. Doch der Erdrutsch hat auch das Base Camp verschüttet und damit ihr Handy, die Autoschlüssel und ihr Equipment. Ida muss sich einen neuen Plan überlegen und darf dabei keine Zeit verlieren: Sie muss Tuva retten, bevor diese an Unterkühlung stirbt oder die Sauerstoffflaschen leer sind.

Die Story dieses Streifens ist denkbar simpel – so sind dann die beiden Damen, mit Ausnahme der Mutter, die kurz erscheint und dem Hund, auch die einzigen beiden Darsteller in diesem Film. Und das ist auch gut so.

Die Charakterzeichnung ist dadurch intensiver und man baut eine gewisse Sympathie für die beiden auf, auch weil es eben die Zeit dafür gibt, dadurch, dass die Anzahl der Darsteller überschaubar ist.

Was mir an BREAKING SURFACE besonders gefallen hat ist, dass es hier mal kein Monster, keinen bösen Hai, keinen Psychopathen, keinen Killer, keinen Virus oder sonst etwas gibt. Die beiden kommen in ihre missliche Situation einfach nur durch die Natur, die es nicht gut mit ihnen meint. Das ist endlich mal ein anderer Ansatz als in vielen Thrillern, wobei man den Streifen auch als Drama bezeichnen könnte.

Die beiden Darstellerinnen habe ich noch nie gehört, geschweige denn gesehen, gehen als Schwestern auch nur bedingt durch, denn es gibt keine Ähnlichkeit, dies wird aber dadurch erklärt, dass sie nur Halbschwestern sind.

Überhaupt ist das die Stärke des Films – alles ist rundum stimmig und basiert nicht auf irgendwelchen Zufällen oder geplanten Attacken einer dritten Person. Sowohl die Außenaufnahmen der Landschaft und auch die Unterwassersequenzen sind zudem beeindruckend.

Spannung ohne Killer? Ja, das geht, wie dieser Streifen beweist.

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