Review

Inhalt: Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) hat wieder voll zu tun in seinem kleinen beschaulichen Niederkaltenkirchen. Er will mit seinem Bruder, nein er muss, seiner Susi zu Liebe, ein Haus mit seinem Bruder auf dem Grundstück seines Vaters und der Oma bauen, bekommt aber durch das tragische Schicksal seines Hundes, den Einzug des verletzten Rudi (Simon Schwarz) und einen neuen Mordfall alle Hände voll zu tun. Fazit: Rita Falks Romanreihe um Eberhofer und Co. scheint immer noch nicht auserzählt zu sein. Immer noch gibt es genügend skurrile Momente, schräge Typen und schrille Eigenarten die sich für neue Geschichten erfinden lassen, auch wenn es natürlich kaum noch wirklich große Überraschungen gibt. Der legendäre Kreisverkehr, die groteske Sauferei im Stammlokal, die würzigen Dialoge, die bayrische Gemütlichkeit und peinliche Szenen setzen auch im neuen Eberhofer-Film dezent ihre Note. So gibt es mit Comedian Marek Fis als polnischem Bauarbeiter, Satiriker Matthias Egersdörfer erneut als Biker und Musiker Willy Astor ebenfalls nochmal als Arzt szenetypische Vagabunden-Autritte, die der Reihe gut tun, wobei man sagen muss: obwohl dieser Film noch weniger Krimi, kaum Spannung und marginal Mord als die Vorgänger zu bieten hat, macht er durch seine bunte wie menschliche Themenvielfalt Spass zu schauen. So wird Ignaz Flötzinger halbnackt auf dem Roller angehalten und setzt dem jungen Polizisten gekonnt die Hörner auf, während Rudi schnarchenerweise neben dem strunzvollen Franz nächtigen muss. Diese Szenen sind urkomisch, machen klar das die deutsche Komödie einiges mehr machen könnte, wenn man die Sau denn endlich mal komplett raus lassen würde. "Kaiserschmarrndrama" ist die siebte Verfilmung der umsatzbringenden Falk-Bücher (gedreht in der Covid-19 Pandemie!) und bietet genügend Stoff um amüsiert und anarchisch durch den ansonst so breiigen TV-Abend zu kommen. Die Darsteller stehen mit ihrer Charismatik weit über der solide erzählten Geschichte, wobei sie natürlich nur der Aufhänger für die vielen kauzigen Eskapaden sind, die kaum ein Ende zu finden scheinen. Im Abspann findet man dann einen Song von Christian Steiffen, der die Stimmung etwas "drückt", da ein wichtiges Familienmitglied geehrt wird, welches aus der Reihe nun scheiden muss. Die Waage zwischen Tragik und Komödie ist bei diesem Teil ziemlich gelungen und bekommt von mir somit die beste Bewertung aller bisherigen Filme.

Details
Ähnliche Filme