Wieder eine der besseren Folgen: Durchgehend lustig, aber sehr trockener und schwarzer Humor, genau wie ich es mag. Andererseits aber auch die traurigste Folge, denn in dieser Folge stirbt Hund Ferdinand! Auch sonst ist Freud und Leid nah beinander, es geht inhaltlich auch weniger um den Kriminalfall, als vielmehr um die Bezeihungen innerhalb der Sippschaft samt Anhang.
Los gehts mit Franz, der den laädierten Rudi im Krankenhaus besucht. Nach zahlreichen Knochenbrüchen eigentlich wieder zum Laufen fähig, bleibt dieser trotzig ob des so schlecht zubereiteten Krankenhaus-Kaiserschmarrens in der Einbildung, gelähmt zu sein, im Rollstuhl sitzen.
Den Spanien-Urlaub des Papas haben Leonard und Susi zum Hausbau direkt neben dem elterlichen Anwesen genutzt. Dem Franz passt das eigentlich so gar nicht, hatte aber nach kleiner Erpressung durch die Susi zugestimmt. Als nun Papa Eberhofer zurückkehrt, demonstriert er die ganze Folge gegen die Eigenheim-Gentrifizierung.
Im Kriminalfall geht es um eine erschlagene Joggerin, die nebenbei als Internet-Prostituierte gearbeitet hatte. Dadurch gerät Simmerl in Verdacht, der sich einen Seitensprung geleistet hatte. Als ein zweiter Mord nach gleichem Muster passiert, glauben alle an einen Serienkiller.
Flötzinger wurde verlassen und trinkt sich sein neues Single-Dasein schön. Ein Seitensprung mit der Beischl endet, als deren Rocker-Gatte samt Gang nach Hause kommt und Flötzinger auf dem Klo festsitzt. Schliesslich wird er mit großem Rückentattoo zum Biker mit Moped gemacht. Blöd nur, dass der Tätowierer kein Englisch kann.
Hund Ferdinand ist nicht gut drauf. Der Papa bereitet ihm leckere Cannabis-Pflanzerl zu, was diesem einen kurzen Höhenflug beschert. Am nächsten Tag ist er verschwunden. Eberhofer ahnt Schlimmes und findet seinen Hund an dessen Lieblingsplatz tot vor.
Die übrig gebliebenen Cannabis-Frikadellen werden in Unwissenheit von Rudi verspeist, was in der finalen bewaffneten Konfrontation mit dem Mörder dazu führt, dass sich Rudi Terminator-gleich vom Rollstuhl erhebt, der Kugel aber doch nicht ausweichen kann. Keine Sorge, getroffen wird er nur am Arm.
Und beim Richtfest kochen die familären Spannungen über. Leonards Frau bekommt ihr Baby im Streifenwagen und Leonard selbst rast im Bagger durch das neue Heim.
Man sieht, komplett verrücktes Drehbuch. Aber der Film hat Spass gemacht. Hohe Gagdichte aber nie klamaukig. Trocken, böse, tiefschwarz aber mit Charme und Wehmut. Eine rundum gelungene Eberhofer-Komödie und auch eine der besten der Reihe!