„Hexen hexen“ (2020) ist kein gänzlich misslungener Beitrag zu den neuerdings vielmals genutzten Streaming-Diensten. Ursprünglich als Kino Release geplant ist er nunmehr als Stream verfügbar.
Und das ist auch gut so. Für ein Kino Release hätte es hierbei nicht gereicht.
Mit dem klangvollen Namen eines Robert Zemeckis als Regisseur und einer Anne Hathaway als Hauptdarstellerin und Oberhexe hätte eigentlich Nichts schieflaufen können.
Als Fan und Kenner des Originals muss ich leider bestätigen, dass fast Alles schiefgelaufen ist. Anne Hathaway wirkt völlig unglaubwürdig, karikaturmäßig überzeichnet. Bei der Großmutter hat man das Gefühl, als würde sie gerade für lediglich zwei Tage engagiert worden sein. Eine so gefühlskalte Darstellung habe ich selten gesehen.
Die CGI-Effekte nerven dermaßen, dass man nach den ersten 20 Minuten des Films bereits abschalten müsste.
Ich musste den Film mehrmals sehen, zweimal im Original, zweimal auf Deutsch.
Dieser Film hat keinen Flair, kein Gefühl für die Geschichte und ist auf Strecken einfach nur langweilig.
Die Szene der „Hexenversammlung“ kann sich in keinerlei Weise mit dem Original messen. Interessante Ansätze sind vorhanden, doch die Effekte machen Alles kaputt.
Warum der Darsteller des Portier als Hauptdarsteller erwähnt wird ist mir ebenso ein Rätsel, da er in maximal zwei oder drei Szenen auftreten darf und Nichts zur Handlung beiträgt (im Vergleich zu Rowan Atkinson im Original).
Die finale Konfrontation lässt – im Vergleich zum Original – Null Spannung aufkommen, die computer-generierten Mäuse nerven nur.
Lediglich der Soundtrack und Anne Hathaway können teilweise überzeugen. Sie liefert eine gute, jedoch überzeichnete Performance der bösen Oberhexe ab. Der russische Akzent ist interessant, jedoch ergibt Alles recht wenig Sinn. Alle anderen Hexen agieren sowieso nur passiv.
Die Idee mit den „Krallen“ fand ich gut und dank Soundtrack und dem Schauspiel von Anne Hathaway erhält dieser Film von mir 4 von 10 Punkten.
Verschwendetes Potential für ein Remake, schade.