Der Tontechniker Sato (Kôji Yakusho) und seine Frau Junko (Jun Fubuki) werden durch Zufall in eine Mädchenentführung verwickelt, aus der sie Kapital für die bislang wenig beachteten seherischen Fähigkeiten von Junko zu schlagen versuchen. Doch einmal vom Pfad der Tugend abgekommen, verstrickt das Paar sich zunehmend in Schuld…
Nach einem Roman des Briten Mark McShane von 1961, der bereits für den Film „An einem trüben Nachmittag“ als Vorlage diente, arbeitet Kiyoshi Kurosawa eine Schauergeschichte aus, die auf durchaus geschickte Weise das japanische Motiv des stummen, passiven Geistes mit der westlichen Moritatentradition, die einen einmaligen Fehltritt in eine unentrinnbare Spirale wachsender Verschuldung münden lässt, zu verbinden weiß. In langen, sorgfältig komponierten Einstellungen baut Kurosawa eine sanfte Spannung auf, die – obgleich mit kleinen Schocks gespickt – das persönliche Drama des verbrecherischen Ehepaars nie zu verdrängen droht. Die in kürzester Zeit abgedrehte Fernsehproduktion versteht es dabei, knappe Produktionsmittel und kleine Doppelungen durch präzises Handwerk und gute Schauspielleistungen wettzumachen.