Wer einen Film in einer knappen Woche abdreht, kann natürlich ein paar Dutzend Streifen im Jahr hervorbringen und diesbezüglich scheint das Regieduo Scott Jeffrey und Rebecca Matthews noch einige Braten in der Röhre zu haben. Hinsichtlich der Qualität sollte man jedoch etwas mehr Zeit in eine überlegte Produktion investieren, sonst kommt so eine Katastrophe wie vorliegender, verkorkster Fledermausfilm heraus.
Irgendwann in den 80ern: Familie King kehrt mit den Töchtern Jamie und Amelia in das Landhaus der Großmutter zurück, wo diese auf dem Dachboden auf eine mutierte Fledermaus trifft und angegriffen wird. Kurz darauf sehen sich die übrigen Familienmitglieder von der Kreatur bedroht…
Der Einstieg gestaltet sich durchaus klassisch 80er: Zwei Jungs und ein Mädchen brechen in ein Haus ein und haben vorehelichen Sex, was natürlich gnadenlos sanktioniert wird. Dazu gesellt sich eine Egosichtweise des Angreifers mit Neon und kräftigen Farbfilter und ein erster flüchtiger Blick auf die Bedrohung: Das kann ja heiter werden.
Wird es aber nicht. Denn nahezu sämtliche Figuren sind übermäßig viel am Heulen. Jamie beklagt den Verlust ihres Verlobten und die übrigen flennen beim Trösten. Solche Szenen finden sich gar während Phasen der eigentlichen Bedrohung und fördern nicht gerade Suspense zutage. Spannend wird es ohnehin nicht.
Denn dazu bedarf es einer schaurigen Bedrohung, welche hier schlicht nicht gegeben ist.
Es sei denn, man fürchtet sich vor einem Statisten mit einer verunglückten Mike-Meyers-Maske mit zwei dominanten, jedoch wackelnden Eckzähnen und zwei wabbeligen Latexflügeln, während der Bursche ansonsten mit schwarzem Plüsch bedeckt ist.
In einer solchen Montur fliegt man erst gar nicht, sondern schleicht sich an die Opfer heran, um ihnen bestenfalls das Blut aus dem Hals zu saugen.
Das gestaltet sich allerdings wenig stilvoll, weil das Vieh permanent brüllt, manchmal in so hohen Tönen, dass Betroffenen auch mal der Schädel platzen kann, was zu einer von zwei erwähnenswerten Splattereinlagen führt. Die sind zwar handgemacht, kaschieren jedoch nicht, dass sich hier fast gar nichts ereignet. Zumal sich der überwiegende Teil der Handlung in jenem Landhaus abspielt, welches null Atmosphäre zutage fördert. Wenn dazu noch der Score mit beruhigenden Flächensounds um die Ecke kommt, wird man letztlich nur durch ein erneutes Flennen wachgerüttelt.
Was hier in rund sechs Tagen abgedreht wurde, sieht auch in jeder Hinsicht danach aus: Schwache, wenig charismatische Mimen in austauschbarer Umgebung versuchen sich gegenseitig Halt zu geben, während Batman immer mal sporadisch aufkreuzt und nicht einmal in Ansätzen Schrecken verbreitet. Nah am Amateurniveau und beileibe nicht trashig genug, um für Unterhaltung zu sorgen.
2 von 10