Review

The Roadbook


Ein Taxifahrer fährt des nachts durch die Wüste und nimmt eine attraktive Frau als Fahrgast auf - immer und immer wieder. Was hat es mit dieser scheinbar endlosen Schleife und den mysteriösen Themen über Außerirdische und andere Theorien im Radio auf sich?

Ich liebe solchen kleinen Filme und moderne, leicht verlängerte Twilight Zone-Episoden wie „The Fare“, der ein gutes Doppel mit „The Similars“ aus Mexiko bilden würde. Oder mit „Palm Springs“. Die beiden Darsteller sind nett anzusehen, haben Chemie und Charisma. Es gibt viele Fragen und Grautöne, denen man gerne nach geht. Es gibt Romantik genauso wie leichten Horror. Ein sehr brauchbarer Halloweenpärchenfilm. Die Dialoge wirken gut geschliffen und dennoch authentisch, fühlbar, unsteif und spontan. Aus seinen sicherlich minimalen Mitteln holt die Fahrt alles heraus. Mit gerade einmal 80-Minuten bleibt er auch nicht länger als er muss. Es gibt große Gefühle und leichten Grusel. Da will man nicht nur nicht meckern - da muss man es gar nicht! Würde ich einen Film auf die Beine stellen, wäre genau dieses Level, diese Größe und diese Stufe das Ziel. Ambitioniert, aber erreichbar. Und für sich genommen reibungslos rund. 

Fazit: Lovestory. Traum? Alptraum? Twilight Zone-Mysterium. Zeit- und Wüstenreise. (Teilweise) Schwarz-Weiß-Film. Kammerspiel auf Rädern. Couplecollage. Zwei-Personen-Trip. Dialogstück. Road Movie. „The Fare“ ist vieles - vor allem aber ein feines, zurückgelehntes Stück Indiegenrekino. Atmosphärisch, angenehm und allerliebst. 

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