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Warner Bros. Animation fast genauso oder noch mehr fleißig als die Realfilmabteilung, in den Zeichnungen unterschiedlich, auch nichts für ganz kleine Kinder wirklich, mit leicht erhöhter Altersfreigabe, es werden entsprechende Warnungen ausgesprochen; hier ein Kind zu Beginn beim Anblick eines Gruselfilmes, Clark Kent hat Angst vor einer Fiktion, es wird auf den realen Superman (1978) angespielt, das Hochheben des Traktors, dort das Hochheben des Wagens der kinderlosen Kents. Jahre später geht es weiter mit der eigentlichen Geschichte, von Smallville nach Metropolis, Kent schon Reporter beim 'Daily Planet', eine wichtige Mission steht an, Luthor plant etwas, der erste Teil der zweiten Phase des DC Animated Movie Universe und der sechzehnte insgesamt:

Nach der Zerstörung des Planeten Krypton wurde der kryptonische Säugling Kal-El von seinen Eltern auf die Erde geschickt, wo er von den Bauern Jonathan und Martha Kent adoptiert wird, die ihn als "Clark" aufziehen. Jahre später arbeitet Clark [ gesprochen von Darren Criss ] als Praktikant für den 'Daily Planet' und ist in der Öffentlichkeit als "der fliegende Mann" bekannt, wenn er seine Fähigkeiten einsetzt. Er nimmt am Start eines orbitalen Raketenteleskops teil, das von LexCorp gebaut wurde, in der Hoffnung, nach anderem Leben im Universum zu suchen, aber die Reporterin Lois Lane [ gesprochen von Alexandra Daddario ] enthüllt den CEO von LexCorp, Lex Luthor [ gesprochen von Zachary Quinto ], über den wahren Plan der Rakete, der Metropolis zerstören würde, und über grobe Fahrlässigkeit, die zu seiner Verhaftung führte. Währenddessen freundet sich Clark mit dem Hausmeister der S.T.A.R. Labs, Rudy Jones [ gesprochen von Brett Dalton ], an, der ihn über außerirdische Experimente informiert, die im Labor stattfinden.

Eine zweistufige Flüssigkeitsrakete, ein Flirtversuch, Lane eine Stipendiatin von Luthor, die Pressekonferenz eskaliert, eine Konfrontation, die Pressemeute aufgehetzt. Kent hier noch der 'Kaffeejunge', am Anfang der Karriere, ein Praktikant, auch paarmal schon in Metropolis als sein Alter Ego gesichtet worden, die Eltern sind besorgt, Kent ist es noch nicht. Mysteriöse Andeutungen werden gemacht, ein Knüller gewittert, Warnungen ausgesprochen, der Start der Rakete erfordert ein Eingreifen des noch unbekannten Mannes, hier auch ohne Kostüm, ein Wurf in den Weltraum statt zurück auf die Erde, etwas damit ausgelöst, ein anderes Universum. Auf die Kraft der Natur wird hier auch angesprochen, Metropolis eher futuristisch gezeichnet, auch Lane ist noch frisch im Team, die Handlung gleichzeitig ein vor und ein zurück, beide Hauptpersonen kennen sich hier noch nicht. Der Mann ist schüchtern, erste Kontakte werden aufgenommen und gemacht, viele Fragen gestellt und dazu auch aufgefordert, an die Reporterehre geknüpft, selbst am Cape noch gearbeitet, gleich der nächste Einsatz gefragt, die nächste Katastrophe am Kommen, Retro und Zukunftsträchtig. Ein Angriff auf die Erde wird gemacht, vom All aus, der Gegner kennt den Kryptonier sogar, auch dessen Heimat.

Fleißig herum gerast wird in den vielen begrünten Großstadtschluchten, der Himmel strahlt im hellsten Blau, die Hintergründe einfach gehalten, auf die Erde (hier benannt Sektor 28/124) fliegt Metall; der Kopfgeldjäger macht seine Show, auch dort ein Realfilm geplant, ein Faustkampf zwischen Momoa und Cavill (oder Corenswet) wäre das hier. Der Headhunter hat seine Vorteile, er hat ein Gefährt, welches auf Pfiffe und ähnliche Laute hört und als Unterstützung wirkt. In das Labor wird gecrasht, Böden aufgerissen, Glas und Stein am Splittern, die Lichter im Star Labs gehen aus, für die Rolle des Lobo müsste Momoa aber wieder erstmal und das ausführlich und nachhaltig auch trainieren; es sei denn, man zeichnet ihm das Sixpack auf den Oberkörper, die Bauchmuskeln deutlich, kein Gramm Fett am Körper des Feindes, zu welcher Zeit das spielt, wird übrigens nicht erwähnt. Autos zerbersten unter Schusswaffen, Schläge werden eingesteckt und nicht einfach so hingenommen, sondern durchaus daran 'geknabbert', es wird sich selber infrage gestellt, Kraft aus der Sonne geschöpft, splitterfasernackt auf die Erde zurückgekehrt. Eine Attraktion wird hier geboten, aber nicht fotografiert bzw. kein richtiges Material geboten, in 'Green City' hier Enthüllungsstorys gesucht und gefunden; eine Rückkehr nach Smallville zur Beruhigung des Gemüts und zur Besprechung mit den Zieheltern, den Erziehern, den Lehrern der Geburt an. Es geht um das Erwachsenwerden, um die Konsequenzen von Entscheidungen und Taten, einige Szenen durchaus grausam gehalten, eine Operation a.k.a. Autopsie, dazu jemand als Verfolger, eine Spionageaffäre, scheinbar, eine Attacke bei Nacht, ein Rundflug um die Farm, viele neue und interessante Figuren, ein Tohuwabohu an Personal und Konstellation hier.

Ein Überblick wird dabei geliefert und behalten, nicht alles auf einmal, eher alles nacheinander und mit gebotener Gründlichkeit und Überraschungsmomenten, mit Persönlichkeit und eben den Auswirkungen und Konsequenzen; "Ich war sicher, dass es Marsianer nur in Filmen gibt." - "Diese Filme sind furchtbar.", Verborgenheit und Selbstschutz als Lebenswert, zwei Seiten einer Medaille, eine Erinnerung, eine Metapher, ein Weg Abweichen, ein Verbünden. Fast 25 ist Kent hier in dem Film, man könnte sich die Zeit demnach ausrechnen, je nachdem, welche Zeitschiene man betrachtet, Batman wird erwähnt, ein Cape endlich auch hergestellt und angelegt. Die Smallville-Szenen erden den Film gründlich, man hatte mehr Science Fiction erwartet, es ist eher eine Reduzierung oft, wenige Schauplätze auch, dafür Schimpfwörter geboten, sexuell auch offensiver, dazu mehrere Tote in einer Aufnahme, Mumifizierungen, ein gruseliges Szenario. Zurückhaltung wird hier jedenfalls nicht geboten, skelettförmige Monstrosität, undefinierbare Zellgenossen, bei lebendigen Leibe Verbrennungen. Einer gewissen Hilflosigkeit ist man hier ausgesetzt, einem Ohnmachtsgefühl, einem Parasitenwesen. Scharfkantig und in spitzen Formen ist das gezeichnet, mit vielen Ausrufezeichen, mit Überlegungen und Streichungen, mit oft schroffen Umgebungen, mit organischen EMP-Granaten, in unterschiedlichen Verbindungen zu Freund und Feind, zu Raum und Zeit.






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