Review

Das recht ansprechende Cover und der gut geschriebene Covertext haben mich dazu animiert, mir "Second Name" zu gemüte zu führen.

Zwar wurde ich stutzig, als ich bemerkte, das der Film ein Spanisches Produkt ist, da ich persönlich nicht so sehr dem europäischen Kino zuträglich bin (es gibt natürlich Ausnahmen), dachte aber dennoch, Überraschungen gibt es immer wieder, und die Story hörte sich ja nun recht vielversprechend an.

Natürlich erwartet man einiges, wenn man liest, das es sich bei "Second Name" um einen düsteren Sekten-Thriller handelt, der zudem noch mit der FSK 18 Freigabe gekennzeichnet ist eine ganz Menge. Doch schon bei der Altersfreigabe hätte ich stutzig werden müssen. Jene Altersbeschränkung scheint nur so hoch eingestuft worden zu sein, da es sich hier um Religion und vorallem harrsche Kritik an einigen aus der Bibel zitierten Abschnitte handelt.

Das ganze ist natürlich Auslegungssache. Aber ich denke, das junge Menschen bloß kein Zweifel an der Kirche hegen sollen.

Das einzige, was den Film vor einem Totalschaden wahrt, ist das doch sehr gelungene Ende. Das reißt einen Großteil wieder raus.

Ansonsten schleppt sich die Handlung extrem voran, und mag einfach keinerlei Spannung aufzubauen. Der Film wirkt mit seinen gut 95 Minuten eher wien 2 Stunden Movie, und das strengt doch sehr an. Hätte meine Freundin das ganze treiben nicht so interessant gefunden, ich hätte wohl das Ende von "Second Name" nicht mehr erlebt. Denn gelinde gesagt hat es mich kein Stück interessiert. Aber wie oben schon erwähnt, war gerade das Ende der absolute Höhepunkt des Films.

Die Darsteller agierten recht solide, wenn auch nicht absolut überzeugend. Wenn ich ehrlich bin, kannte ich vorher keinen einzigen der Protagonisten ;)

Alles in Allem, auch nur wegen dem guten Ende...

3/10

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