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Kurzinhalt:
Die 24jährige Daniela ist schockiert über den unerklärlichen Selbstmord ihres Vaters. Als sie versucht die Hintergründe aufzudecken, erfährt sie von einer religiösen Gruppierung, die sich die Abrahamiter nennt und deren Mitglieder ihre erstgeborenen Kinder Gott opfern. Diese Kinder erhalten grundsätzlich den zweiten Vornamen (daher der Filmtitel „Second name“) des Vaters als Rufnamen. Daniela besucht ihre Mutter, die seit vielen Jahren in einer Nervenanstalt lebt und seit dem auch kein Wort mehr gesprochen hat, um ihr die Nachricht des Todes von Danielas Vater mitzuteilen. Daraufhin ruft ihre Mutter immer wieder einen Namen: Josephine.
Das Einzelkind Daniela ist entsetzt, denn der zweite Vorname ihres Vaters ist Joseph.
Schritt für Schritt verfängt sich Daniela in ihrer eigenen Familientragödie.

Ein mysteriöser, eher ruhiger Thriller, der durch gute Schauspieler und plausibler Story überzeugen kann. Im Gegensatz zur düsteren Story verwendet der Regisseur sehr warme Farben, besonders Braun- und Erdtöne, die der Geschichte etwas sehr intimes, persönliches geben. Die FSK-Freigabe von 18 Jahren ist aufgrund der spärlichen Schockelemente jedoch absolut lächerlich. Hier zieht kein blutrünstiger Mörder durch die Lande, der seine grauenhafte Spur hinterlässt oder ähnliches. Der Horror entsteht eher durch die Infragestellung der eigenen Identität und durch die Geheimnisse und Sünden der Eltern.
Zum Ende hin gibt es durch ein Video-Tape noch eine überraschende Wendung, so dass der Schluss anders verläuft, als man ursprünglich erwartet hätte. Eher Psychodrama als Thriller ist hier ein solider Film entstanden, der jedoch die Zuschauer enttäuschen wird, die einen Horror-Schocker erwarten. (7/10)

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