Review

Matrix Reloaded ist ja ganz net aber ich glaube nicht, dass er dem Vorgänger so stark überlegen ist. Ich finde sogar, dass Matrix Reloaded über weite Phasen des Films eher unterlegen sein dürfte, denn im Vergleich zu Teil 1 weißt er streckenweise Passagen auf, die entweder zu lange oder gar überflüssig erscheinen.
Durch diese Szenen scheint sich der Film dann, aus Sicht des Betrachters, zu ziehen.
Vor Allem zu Beginn gibt es massig Szenen, die man hätte ganz weglassen solen, wie unteranderem die "Dancenight" auf Zion. Vier bis fünf Minuten extasisches
Rummgehoppel ist nicht jedermanns Geschmack und der Situation der Menschen im Film keineswegs entsprechend. Vielmehr müssten alle deprimiert und verängstigt in einer
Kammer sitzen.

Aber ich will denn Film keinesfalls bloßstellen. Matrix Reloaded ist ein wahnsinns Streifen, aber manche Szenen sind eben überflüssig.
Was man möglicherweise noch bemängeln könnte, um nicht zu sagen muss, ist die Tatsache, dass die Szenen zwar in einem Shot in die Bullettime wechseln, diese
aber nie flüssig wieder in Echtzeit übergehen. Man sieht immer kurz ein schwarzes Bild oder einen Schnitt.
Eben so bei den Kampfszenen. Besonders bei der, in welcher Neo es mit den unzähligen Smithes zu tun bekommt. Wirkt zwar alles schön choreografiert aber fast
der gesamte Kampf ist so hektisch in Szene gesetzt, dass durch die Verwischung des Bildes nur schwer etwas mitzuverfolgen ist.
Auch besitzt die besagte Szene etwas Überlänge, da sie kämpferisch nicht gerade abwechslungsreich ist.
Auch wenn die Idee mit der Stange eine nette Idee war, so bleibt sie doch die einzige Alternative zum klassischen Martial-Arts Kampf.

Kommen wir nun zum guten Teil des Films.

Also wo fange ich an? Bleiben wir doch bei den Kämpfen.
Die restlichen Kämpfe sind sehr gut gestalltet.
Ob nun der Kampf zwischen Neo und dem "Bodyguard" des Orakels oder die Fights gegen die überdrehten Zwillinge, man kann gar nicht genug davon bekommen.
Besonders die Verfolgungsjagd strotzt nur so von super Effekten.
Diese Szene geht zwar auch relativ lange ist aber sehr abwechslungsreich und rassant wie mitreißend zugleich.
Ob nun mit dem Wagen oder auf dem Motorrad, dem Zuschauer wird an Bildführung und Effekten einiges geboten, so dass die Zeit wie im Fluge verstreicht.
Am beeindruckensden sind wohl gemerkt die Effekte, wenn die Wagen zerquetscht oder durch die Luft geschleudert werden. Trotz den massigen Special-Effects, kann man die Verfolgungsjagd nicht von der Realität unterscheiden und sie ist damit wohl der Augenschmaus des Films.
Was mich an dieser Szene nur genervt hat war, dass die ganzen grünen "Fans" im Kino mit beschissenem Galgenhumor gelacht haben als Neo seine Partner in letzter Sekunde vor der Explosion retten kann. Die haben sich doch echt alle in die Hose gemacht.

Na gut, ich schweife ab. Weiter im Text.

Der FIlm wird auch deshalb mit jeder Minute spannender weil sich die Macher einen interressanten Plot haben einfallen lassen, der nach und nach mehr offenbart wird.
Ich möchte jedoch nicht weiter darauf eingehen um euch nicht die Spannung vorwegzunehmen. Ich kann nur sagen der Name "Neo" hat schon seine ganz eigene
Bedeutung im Programm der Matrix.

Jedoch muss ich leider anmerken, dass gegen Ende alles etwas unverständlich wird, da die Handlung zu schnell fortschreitet. Wenn man für den bruchteil einer Sekunde nicht aufpasst kann es passieren, dass man etwas nicht versteht. Zum Beispiel warum Trinity doch in die Matrix geht, und wo ist die dritte Crew.

Der Streifen hat seine Höhen und minimalen Tiefen. Kein perfekter Film, aber welcher ist das schon.

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