Review

Was haben wir uns im Frühling des Jahres 2003 nicht alle auf die langersehnte Fortsetzung des 1999er Hits "The Matrix" gefreut. Voller großer Erwartungen waren damals unzählige Kinogänger in die Kinohallen gestürmt, um zu erfahren, wie es mit Neo und seinen Cyber-Outlaws weitergeht. Und was bekam der freudige Fan serviert? Einen Haufen Daten-Schrott! Man musste fast endlose Philosophie-Labereien, die eh keinen Sinn machen, über sich ergehen lassen und zur Abwechslung gab es auch noch frisch aus dem Computer geloadete Kämpfe, die zwar schön anzusehen sind, aber nicht wirklich Spaß machen. Zwischendurch konnte man eine Horde von gebräunten Höhlen-Hippies beim Tanzen zugucken und langweilige Cameo-Stars wie Monica Bellucci, die wohl nur wegen ihrer Oberweite mitspielen durfte, bei ihren mehr als blödsinnigen Auftritten bewundern. Gewürzt wurde das ganze Cyber-Fiasko noch mit einem Müll labernden Franzosen, der es wohl geil findet, wenn er in einer virtuellen Vagina rumfuchtelt. Nachdem dieses Gericht beendet war, konnte ich mich nur noch übergeben.

Die beiden ach so schüchternen Wachowski-Brüder finden es wohl mächtig genial, wenn sie Filmfiguren, mit denen man eh keine Sympathie empfinden kann, Sätze in den Raum labern lassen, die sich mega-kompliziert anhören, aber im Endeffekt keinen Sinn machen. Was haben die beiden bloß aus dem mehr als guten ersten Teil gemacht? Hinzu kommt noch ein Keanu Reeves, der während des gesamten Filmes nur einen Gesichtsausdruck drauf hat. Okay, es mag zwar im Film die einen oder anderen guten Szenen geben (z.B. die beiden Zwillinge und Neos Kampf in der Bergvilla des Froschfressers), aber im Gesamtbild kann "Matrix - Reloaded" nicht mit dem Erstlingswerk mithalten. Das liegt einfach daran, dass die Wachowski-Brüderle versucht haben ein lahmes und nahezu uninteressantes Drehbuch mit allerlei computeranimiertem Gekloppe und Pseudo-Gelaber zu füllen. Vor allem ging mir die ganze Werbekampagne des zweiten Teiles auf die Nüsse. Von wegen, man müsse "The Animatrix" glotzen und "Enter the Matrix" bis zur Verblödung zocken, um "The Matrix" zu verstehen. In "Matrix - Reloaded" gibt es nix, was man verstehen müsste, um die gesamte Trilogie zu kapieren. Ich habs schon im ersten Teil größtenteils kapiert und die Fortsetzung irritiert einen einfach nur. Dann gab es da noch dieses grüne Matrix-Gesöff! Pfui Teufel... eher schluck ich ne Kapsel Zyonkali, bevor ich mir dieses Chemie-Zeug reinschütte. Immerhin vermag "Matrix - Reloaded" besser zu unterhalten als "Matrix - Revolutions". Denn der letzte Teil der Trilogie ist halt noch bescheuerter.

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