Danke NWR!
Eine weitere Ausgrabung und Restauration der Nicolas Winding Refn-"Stiftung" - "The Nest of the Cuckoo Birds" lässt einen Beamten der "Alkoholkontrollbehörde" nach einer Bootverfolgung auf einer seltsamen Insel in den Sümpfen landen - in einem verrückten Mix zwischen Alligatoren, angeketteten Frauen, Moonshinesonaten, erotischer Anziehungskraft und halluzinatorischen Stürmen...
Eine Sumpfsymphonie
"The Nest of the Cuckoo Birds" ist eine Bayouballade samt Verwesungsgeruch und nackten Nymphen. Mit einem Ohrwurm-Score und visueller Brillanz wie Brisanz... kein Wunder, dass Refn davon angetan, beeindruckt und beeinflusst war! Oft (trotz grandioser Restauration!) zu sehr in Dunkelheit und Schatten getaucht. Inhaltlich oft auch wirr und sprunghaft. Unangenehm, anders, amerikanisch, ungewöhnlich. Hübsch oder niedlich ist hier nichts. Gefeilt oder geschliffen wurde hier nada. Sauber ebenso wenig. Immer mit einer gehörigen Portion Sleaze und Südstaatenpoesie. Der Sumpf, die Krokodile, der Schweiß, das Gewitter, die Schwüle - alles ist spürbar und lässt die Luft flimmern. Ein Fiebertraum. Höllisch atmosphärisch! Man verliert sehr schnell Halt, Haltung und Hörvermögen. Aber es lohnt sich!
Hillbilliehorrorhotspot
Fazit: Melodrama, Film Noir und Horror?! Gehen hier respektabel, sehenswert und kreativ zusammen. Sicher nicht total rund und perfekt oder ohne Längen. Aber in seinen Höhen absolut bonkers. Schön, dass er nicht in der Versenkung verschwunden/geblieben ist!