Atari-Safari mit Disketten-Campari
Ein Junge, der sich immer mehr in seine Brett- wie Computerspiele und lebhafte Fantasie zurückzieht, wird Zeuge eines mysteriösen und eiskalten Mordes - und durch seine sonstigen Gespinste voller Spione, Geheimagenten und Regierungsverschwörungen glaubt ihm keiner...
Pixel retten die Welt
"Cloak & Dagger" ist irgendwie im Zugwasser von sowas wie "WarGames" untergegangen, doch ich kann ihn jedem Fan dieses frühen "Computerspielebooms" und Grenzgängern zwischen Kinder- und Erwachsenenfilmen nur ans Herz legen. Dass der junge Henry Thomas ein super Kinderschauspieler war, muss ich niemandem erzählen. Die frühen Games und Werbungen und Produktplatzierungen von Atari und Co. sind eher süß als störend. Die Fallhöhe ist für so viele involvierte Kinder erstaunlich. Es wird auch mal mit Waffen auf die Kleinen geschossen. Und "Cloak & Dagger" hat diesen 80s-Charme, dem ich einfach nicht widerstehen kann. Plus Computerspiele. Plus eine Geheimagentenstory mit Paranoiathrillerakzenten. Plus tolle Setpieces und Schauplätze. Plus diese "Buddy"-Komponente mit dem fantastischen Begleiter. Plus Untertöne über Einsamkeit, Fantasie und deren Wechselwirkungen von/mit Videospielen. Ein rundes, gern gesehenes Gesamtpaket, das viele meiner Interessen und Nischen mindestens tangiert, eher sogar famos fusioniert. Fein fein. "Cloak & Dagger" kennen zu wenige!
Fazit: "Cloak & Dagger" ist kompakter und effektiver als man denkt, sowohl auf emotionaler als auch actionreicher wie kreativer Ebene... Jederzeit eine Wiederentdeckung (besonders für Gamer!) wert!