Review

Mit Empire of Ash erreicht uns mal wieder eine besondere Sparausgabe der beliebten Endzeit Szenarien und dürfte wohl nach Celine Dion eines der schlimmsten Verbrechen Kanadas an der Menschheit darstellen. Interessanterweise soll dieser Film der zweite seiner Art sein, doch von Teil eins fehlt jede Spur, wahrscheinlich will man irgendwann mal ein Prequel hierzu drehen und hat sich in der numerischen Reihenfolge die eins einfach freigehalten, paßt von der komplexen Konfusität aber prima zu diesem Machwerk hier.
Die Story ist auch reichlich krude, da gibt es die infizierten Lards, das sind die Typen die hier in ihren Stoff-Ostfriesennerzen rumrennen. Diese sind ständig auf der Suche nach tranfusionsfähigem Blut, weil ihre eigen rote Suppe vergiftet ist. Dann gibt es noch die Raiders, die wohl sowas wie die Vertreter der Staatsmacht in New Idaho darstellen sollen, von einem durchgeknallten Wanderprediger angeführt werden und ebenfalls ständig Nichtinfizierte einfangen wollen (warum auch immer) und dann gibts noch den Rest der freien Welt der einfach unorganisiert so vor sich hin vegetiert und versucht sich nicht von einer der beiden anderen Gruppierungen erwischen zu lassen.
Woran denn die Welt davor eigentlich genau zugrunde gegangen ist, bleibt ebenso ein Geheimnis wie die Tatsache das es noch genügend Schnaps, Munition, Zigaretten, Benzin gibt und die Damen immer noch in flotten Leggins rumlaufen. So schlimm kann der Big Bang da ja nicht gewesen sein. Dafür glänzt der Look aber im typischen 80er Stil inklusive Haarsprayfrisuren, synthie Mucke und weißen Tennissocken. Das sind dann aber auch beinahe die visuellen Highlights, ansonsten spielt sich der ganze Schmu mal wieder billig irgendwo im Wald und Steinbrüchen, so etwas wie Sets gibts schonmal gar nicht, viele kanadische Dollar mußten jedenfalls für diesen Film nicht sterben.
Immerhin wird stets fleißig irgendwo rumgeballert, so daß die FSK 18 Freigabe durchaus gerechtfertigt ist, allerdings scheint an einigen Stellen dennoch ein Cut vorhanden zu sein. Die Shootouts sind dafür aber auch reichlich lahm ausgefallen, so daß diese eher uninspiriert ablaufen. Überhaupt hält sich EoA2 mit Höhepunkten vornehm zurück, sondern dümpelt gemütlich vor sich hin. Übel wirds wenn Regisseur Simandl versucht witzig zu werden, besonders bei den zwei Typen die in trauter Zweisamkeit mit ihrem sprechenden Computer in der Wüste leben, also wer darüber lachen kann findet auch Fips Asmussen witzig.
Es gibt noch viel mehr über das man sich jetzt auslassen könnte, letztendlich bleibt ein strunzehohler Endzeit Blödsinn ohne zusammenhängende Geschichte oder vernünftiger Erzählstruktur. Hinzu kommen grottige Darsteller, die völlig zu Recht keine Sau kennt und ein Schlußszene die einfach nur völlige Panne ist. Empire of Ash ist einfach aus jeder Hinsicht absolute Zeitverschwendung und auch für Trashfreunde nicht kompatibel.
1/10

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