Die Mockbuster-Schmiede Asylum wird nicht müde, Großproduktionen aus Hollywood nachzueifern. Bereits der Vorspann wartet, nach einigen unbekannten Namen mit einer mittlerweile wenig erbaulichen Besetzung auf: „…and Tom Sizemore“. In den 90ern wäre das vielleicht das I-Tüpfelchen innerhalb einer namhaften Besetzung gewesen, doch mittlerweile sitzt er nur noch herum und verteilt unmotiviert Anweisungen.
Als ein unbekanntes Flugobjekt in der Wüste Kaliforniens aufschlägt, fühlt sich Verschwörungstheoretiker Dale in seinen Annahmen bestätigt und kontaktiert die Alien Defense Unit (ADU) unter der Leitung von Colonel Mayweather (Sizemore). Als Alienmonster die Basis attackieren, müssen die Spezialisten ihr vereintes Wissen anwenden…
Es sind bereits einige Pendants zu Blockbustern erschienen, die keinen Hehl aus ihren Vorbildern machen wie „Atlantic Rim“ oder „Triassic World“. „Monster Hunters – Die Alienjäger“ zählt zu den kaum inspirierten Werken, bei dem Regiedebütant Brendan Petrizzo augenscheinlich nicht nur das entsprechende Budget fehlte. Das macht sich schon mit dem ersten Erscheinen einer extraterrestrischen Bestie bemerkbar, die an He-Man in amphibischer Variante erinnert. Dieses allerdings aus dem Rechner und gänzlich ohne Details in die Runde geworfen, womit das Niveau von Konsolenspielen der Neunziger noch unterboten wird.
Der Rest ist allerdings auch nicht für lockere Unterhaltung prädestiniert. Die Figurenzeichnungen fallen nahezu flach, die notdürftige Ausstattung besteht aus billig zusammengeschusterten Requisiten und die Handlung kommt kaum in Gang, weil viel zu lange um den heißen Brei herum geredet wird, anstatt die wenigen Figuren auf Exkursion zu schicken. Bei der überschaubaren Anzahl an Konfrontationen ist der Gegner oftmals nicht zu sehen, woraufhin die Soldaten eigentlich auf nichts oder nur in die Luft ballern, während sich die Gewalteinlagen mit Durchbohrung und Enthauptung in sehr überschaubarer Grenze halten und eine lockere FSK16 rechtfertigen.
Einige Egosichtweisen der Angreifer mit grellen Farbfiltern schüren keine Spannung, weil schlicht das Gefühl fürs Timing fehlt und obgleich gegen Ende noch ein Mutterschiff und die Air Force mitmischen, kommt keine Dynamik auf. Derweil präsentieren sich die Mimen entweder total unmotiviert oder sie performen komplett drüber wie Mark Valeriano, der als Nerd und vermeintlicher Angsthase selbst auf physischer Ebene ins Theatralische abdriftet. Sizemore darf sich immerhin dreimal erheben, womit sich schon mehr Muskeln regen als bei seinem Minenspiel.
Manchmal, wenn auch selten, gelingt der Crew von Asylum ein trashiger Mockbuster mit solidem Unterhaltungswert, was hier leider gar nicht der Fall ist. Die Effekte sind nicht schlecht und lustig, sondern nur bedauerlich, die dünne Handlung tritt überdies zu lange auf der Stelle und die wenigen Actioneinlagen sind wenig kreativ gefilmt, wodurch sich rasch Langeweile einstellt. So untermauert Asylum einmal mehr, wie man es nicht machen sollte.
Knapp
3 von 10