Die Ghoulbuster , vier Youtuber im Geistermilieau , befinden sich auf dem absteigenden Ast . Ihre Zuschauerzahlen sinken und sie können nicht mal mehr die Miete für ihr kleines Hauptquartier im Hinterhof der Metzgerei des Onkels eines der Mitglieder zahlen . Da kommt ihnen der Auftrag der " Isaac Newton " Schule gerade recht . Dort hat nämlich angeblich ein Schüler auf der Toilette einen Geist eines kleinen Mädchens beschworen und der Direktor möchte , dass die Ghoulbusters dort auftauchen und bestätigen , dass es keine Geister gibt . Begeistert nehmen die Vier den Auftrag an , denn dabei könnte vielleicht auch eine Fernsehshow herausspringen . Doch die vier Scharlatane , die ihre Videos immer gefälscht haben , ahnen nicht was noch passieren wird , obwohl der erprobte Zuschauer ( nicht nur aufgrund der Pretitle Sequenz ) weiß , dass in Legenden in solchen Filmen IMMER etwas Wahres steckt ...
Anfangs ist es dann auch eine Freude den vier Losern bei ihrer Arbeit zuzusehen und der Haufen an liebenswerten Trotteln kann einiges an Sympathien einheimsen . Und auch die Gags , wenn auch recht albern , stimmen . Ob der Metzger Onkel seine Zigarette einfach in den laufenden Fleischwolf wirft , jemand einen Hasskommentar auf das eigene Video liked , man mit dem Schul-Wachmann darüber diskutiert dass man nur ein billiger Abklatsch der Ghostbusters ist oder sich generell wie ein Haufen inkompetener Möchtegerns aufführt .
Da funktioniert der Film erstaunlich gut , ist professionell gemacht und ich war mir sicher " Ghoulbusters " nicht das letzte mal gesehen zu haben . Doch kaum erscheint der Geist und hat man eine erste blutige Szene hinter sich , geht es mit dem Film abwärts - und das leider ganz wörtlich . Denn auf einmal macht er eine Biegung in Richtung unterhalb der Gürtellinie , was sich vorher nicht mal angedeutet hatte . Da geht es auf einmal um sämtliche Körperfunktionen und manchmal könnte man meinen , dass die Macher wollten , dass einem übel wird , wenn sich der Wachmann auf ein scheinbares Festmahl stürzt und ein " Verwandter " von Hankey dem Weihnachtskot aus " South Park " so was wie einen Gastauftritt absolviert .
Zudem verlieren Figuren und Film an Sympathie , wenn die Ghouljäger sich auf einmal ständig gegenseitig im Stich lassen , wobei dies am Ende wenigstens ein wenig relativiert wird , und ein Junge ( mit nicht gerade toller Synchronstimme ) auftaucht und nicht nur den Ghoulbustern auf die Nerven geht .
Die Kräfte des Geistes sind nie wirklich definiert und von da an dreht sich der Film nur noch um die Flucht der Ghoulbuster aus dem Gebäude , ohne , dass man sich mehr ausgedacht hätte , als dass man die Überlebenden ständig von A nach B laufen lässt . Dabei wird teils geschmaddert , dass " Ghoulbusters " schon an italienische Dämonenfilme der 1980er Jahre erinnert . So z.B. wenn ein Kopf explodiert , sich ein Dämon unter einem Mädchengesicht hervor schält , ein in Alkohol eingelegter Embryo jemanden mit seiner Nabelschnur attackiert oder sich einer der Ghoulbuster mit einem Stift gegen den besessenen Schuldirektor erwehren muss .
Fazit : Selten hat eine Horrorkomödie ( oder überhaupt eine Komödie ) so gut begonnen und mich danach so sehr verloren . Zwar retten die letzten 15 Minuten inklusive Abspann noch mal den Humorfaktor und das Dämonengemansche sorgt teils schon für Spannung und Stimmung , doch versaut ( im wahrsten Sinne des Wortes ) der Mittelteil den Film . 10 Minuten kürzer , ( wenigstens etwas ) weniger Humor unterhalb der Gürtellinie und eine stringentere Erzählung und der Film hätte 2 Punkte mehr bekommen und wäre bei mir bestimmt mal wieder auf dem Bildschirm gelandet . So wie er jetzt ist , bin ich mir da nicht so sicher . Eine vertane Chance ...