Rigor Mortis wird von vielen als Skandalfilm bezeichnet, da der Regisseur Timo Rose schon allein wegen dem Trailer mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist.
Sicherlich übertrieben. Mann muss jedoch sagen, dass der Film auch sehr heftig ist.
Doch erstmal zum Inhalt:
Korrupte Geschäftsleute versuchen einen Virus im Internet zu verbreiten. Als das Virus jedoch in die Hände Unbeteiligter gerät, werden diese von den Geschäftetreibenden entführt und brutal gefoltert.
Soviel zur Story. Diese ist wirklich hauch dünn und wird auch recht holprig umgesetzt. Der Zuschauer blickt irgendwie nicht wirklich durch, wer in diesem Film, welche Fäden zieht.
Wobei ich glaube, dass das ganze auch nicht wichtig seine soll. Die Story ist hier nur Mittel zum Zweck.
Das ganze ist halt ein Splatterfilm und so werden hier eher unnötig brutale Splattereffekte hineingezaubert, wobei der Film nicht im Blut ersäuft. Man hat sich da doch schon eher zurückgehalten. Versteht mich nicht falsch.
Der Film hat nur einen sehr niedrigen Body Count Gehalt.
Die Splatterzeremonien werden ausführlich und knallhart dargestellt. Die Effekte von Ittenbach sind wieder mal großartig! Der Gorehound kann zufrieden sein.
Die Story ist zwar nicht großartig, aber es gibt doch einige positive Aspekte. So wird hier eine sehr berührende Geschichte von einem jungen Mann erzählt, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat. Er und sein Bruder Norman haben überlebt.
Seitdem ist Norman jedoch geistig behindert. Über den Zusammenhalt und die schwere Lage beider Brüder wird hier besonders feinfühlig berichtet.
Die Schauspieler sind allesamt für eine Amateurproduktion gut bis sehr gut! Man nimmt ihnen die Rollen absolut ab!
Leider wird der Film zum Ende hin etwas langweilig und wirkt trotz der kurzen Spielzeit in die Länge gezogen!
Ansonsten kann man nur sagen, dass Rigor Mortis einer der innovativsten Amateur-Splatter-Produktionen ist, die ich bisher gesehen habe!
Daumen hoch!
7/10 Punkte