Review

StichProbe


„Block Island Sound“ wirkt wie eine Mischung aus „The Endless“, „They Look Like People“ und „It Comes At Night“: ein junger Mann verliert seinen geistig immer weiter abdriftenden Vater. Doch schnell machen sich auch bei ihm erste psychologische und unterschwellige Zeichen breit, dass es sich hier nicht um natürliche Krankheiten wie Alzheimer handeln könnte und es eher mit der gewässernahen Gegend plus speziellen Geräuschen zu tun haben könnte...

Netflix haut natürlich unübersichtlich viel raus, von Blockbustern bis Arthouse. Viel ist Müll, einiges ist aber auch sehenswert. Und „Block Island Sound“, den der Streaminggigant direkt von einem Genrefestival weggekauft hat, ist mit seinen knackigen 90 Minuten für etwas nischiger veranlagte Horrorfans definitiv eine Sichtung wert. Gerade wenn man andere Neuerscheinungen wie „His House“, „Relic“ oder „The Beach House“ mochte. Über das etwas plumpe und dennoch irgendwie enttäuschende Finnish inklusive mieser CGI kann man streiten - aber bis dahin ist das alles doch durchaus atmosphärisch, intensiv gespielt und inszeniert, echt gruselig in seinen besten Momenten. Vom brummigen Tondesign bis zur fordernd schreienden „Vatererscheinung“, die nur wir und unser Protagonist sehen können. Der Wahnsinn kommt hier auf leisen Pfoten, metaphorisch kann man natürlich zu geistigen und psychologischen Krankheiten Verbindungen ziehen, lovecraft’scher Horror geht auch ohne Tentakel und sichtbare Monster. Gut. Nicht schwächenlos. Aber erwähnenswert. 

Fazit: Where Swims My Mind?! Ein geheimtippiger Slowburner von lovecraft’schem Horror, der Menschen mit Geduld und Konzentration belohnen kann. Vielleicht kein Meisterwerk oder direkter Klassiker - aber genau wegen solcher „Finds“ bleibt Netflix (bei mir)! 

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