Review

Staffel 2 - 7/10

Staffel 2


Mehr Mode, mehr Männerprobleme

In der zweiten Staffel der Co-Produktion von Netflix und MTV lernt unser liebstes US-Marketingmädel für Luxusartikel noch immer französisch in Paris - mit allem was dazugehört. Mode, Liebe, Kunst, Essen und Missverständnissen. Genauso wie Klischees, Stereotype, Vorurteile. Immer noch Liebeschaos und halbgare Menage-a-Trois mit ihrem schnuckeligen Koch und Nachbarn. Aber auch ein neuer Gespielus aus London, neue Kunden in der Agentur und ein Besuch von der hochschwangeren Chefin aus den Staaten…

„Emily In Paris“ bleibt auch in seinem zweiten Jahr in der französischen Hauptstadt ein porentiefer Guilty Pleasure. Die Menschen sind schön, die Mode ist trashig, cheesy und extravagant, die Stadt wird in ein komplett künstliches, aber genauso magisches Licht gerückt. Romantik trifft Rummel. Das Essen ist lecker, die Dialoge modern und flott, einige Figuren maßlos überzeichnet. Es wird gezwitschert und gepostet was das Zeug hält. Wenn man sich mit all diesen Stärken wie Schwächen anfreunden kann und einfach das Richtige erwartet, dann ist „Emily In Paris“ die nahezu perfekte Serie, um sie mit der Frau oder einer Gelegenheitsguckerin zu konsumieren. Ein wenig dreht sich die Serie samt Liebeleien im Kreis und erinnert im Positiven sowie Negativen auch an ältere TV-(Frauen-)Hits wie „Sex & The City“ oder „Gossip Girls“. Ein Stück ist der Überraschungseffekt und die Magie der Startstaffel natürlich davongeflogen. Und ein paar der Neuzugänge spielen sehr steif. Doch im Großen und Ganzen bleibt die Serie buntes, banales und oft zugegebenermaßen auch bezauberndes Fernseh-Fast Food. 

Fazit: noch immer fluffige, leichte und stylische Unterhaltung. Kurzweilig und oberflächlich. Aber schon irgendwie lecker. (7/10)

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