Review

Staffel 5 - 6,5/10

Staffel 5

Die ewige Stadt… als Bonbon

In der fünften Staffel macht die gute und naive Emily zusammen mit „ihrer“ Firma Italiens Hauptstadt unsicher - aber es geht natürlich auch in Rom vor allem um Liebe, Mode und Marketing von Luxusprodukten… 

In den Trevibrunnen gefallen… 

Bei „Emily In Paris“ weiß man ganz genau was man bekommt. Selbst nach fünf Staffeln noch. Eine neue Selbsterfindung der Serie scheint weiter weg als Tahiti. Mode, Männer, Guilty Pleasure-Quatsch auf Soapniveau. Schöne Menschen, dumme Dinge. Und genau das zieht eben seit Jahren auf Netflix, hat viele gar ungefährlich durch die Pandemie gebracht und macht die Serie dort zu einem der verlässlichsten Hits. Ob man das mag oder nicht. Ob das jetzt ein Kompliment an den aktuellen Zeitgeist, den Massengeschmack und die jüngeren Zuschauer ist? Eher nicht. Aber hey, es kann ja auch nicht jeder „Pluribus“ sein, oder?! Und wenn sich ein Stil, eine Ton- und Gangart jetzt schon über ein halbes Jahrzehnt hält, dann muss da auch irgendetwas dran sein. Emily ist ein stylisches Phänomen! Und besser als „Reality TV“ a la „Love Is Blind“ ist’s in jedem Fall. Exquisite Urlaubskarten. Lustig-bekloppte Outfits. Klischees und Kokolores. Die nächste Staffel ist schon fest in Auftrag. Warum denn nicht?! Hirn aus, Emily an. Ich kenne etliche, die das wirklich lieben und dabei perfekt abschalten können. Ich muss mich teils ein wenig durchzwängen. Aber Staffel 5 hatte gerade hintenraus immerhin ein paar süße Momente mit Emilys Langzeit-On&Off-Liebe „Gabriel“, die Schauplätze werden von Rom über Venedig und Griechenland bis in die amerikanische Botschaft öfters durchgemixt als Emilys Lieblingscocktail und das Partnerkarussell steht dem in nichts nach. Würden Außerirdische „Emily In Paris“ sehen, könnten sie meinen, wir Menschen würden längst in einer polyamourösen Gesellschaft mit ständig wechselnden Liebschaften, Bettgeschichten und null ernsten, längerfristigen Beziehungen leben. Und vielleicht hätten diese Zuschauer aus'm All bei all dem Eyecandy und sympathischen Quatsch ja auch etwas Spaß?! 

Fazit: Emily bleibt auch in Rom ein Leckerchen in Sachen „Guilty Pleasure-Fernsehen“. Richtig neu erfindet sich hier natürlich nichts und niemand… Aber muss es das überhaupt?! (6,5/10)

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