"Run Hide Fight" erinnert - nicht nur vom Thema her - ein weng an Gus Van Sants "Elephant", wobei dort die Stimmung und Spannung deutlich subtiler aufgebaut werden und Van Sants Film einen höheren künstlerischen Anspruch besitzt. Dennoch zeigt "Run Hide Fight" insbesondere in der ersten Hälfte des Films auf eindrückliche und erschreckend real wirkende Art und Weise einen Amoklauf an einer US-amerikanischen Highschool. Der Film besitzt einige wirklich gute Passagen und die Medienkritik wirkt nicht aufgesetzt. In einem Großteil des Films fiebert man mit den Protagonisten mit, doch leider wirkt das Ganze in der Täter-Opfer-Rolle dann doch plakativ und auch nicht immer glaubwürdig. Das Ende mit der Selbstjustiz gerät zudem etwas überzogen und das Handeln der Polizei ist zum Teil wenig realistisch. Die letztgenannten Aspekte rauben dem Film ein wenig seine Glaubwürdigkeit und damit auch seine zunächst vorhandene hohe Intensität. - Spannende Inszenierung einer Amoktat, mit inzenatorischen Schwächen, insbesondere im letzten Drittel.