Review

Tasmanischer Teufel


Zwischen Twilight Zone, Groschenroman und comichaft-überzogenem Feminismuskraftpaket zielt dieser bizarre Genremix (oft genug übers Ziel hinaus). In netto gerade einmal 75 Minuten kämpft und krawallt sich Chloe Grace Moretz in einem WWII-Flugzeug gegen japanische Kampfpiloten, die Schwerkraft, maskuline Vorurteile, Beleidigungen, Klischees und vor allem ein mächtiges Fledermauswesen auf der Tragfläche... Wow! Und What. The. Fuck?!

Langeweile ist bei diesem abstrusen und meiner Meinung nach ziemlich mutigen Max Landis-Kreuzfeuer ein absolutes Fremdwort. Vielen wird das zu weit gehen, viele würden (in einem normalen Jahr vielleicht auf dem Fantasy Filmfest?) kopfschüttelnd und abwinkend das Kino verlassen. Aber genauso viele würden jubelnd und über alle vier Backen grinsend kaum glauben können, was für einen mega kurzweiligen Schmarn sie da gerade feiern. Realitätsflucht vom Feinsten. Total drüber, total banane, total unterhaltsam. Konzentriert, voller maßloser Twists, voller Unrealismus. Ein eskapistischer Höhenflug. Beflügelt und bei Laune. Liebt oder hasst man. Dazwischen wird’s wenig geben. Die meisten werden sogar deutlich zu Letzterem tendieren. Mir egal. Ich hatte saumässig Spaß. Viel mehr, als dieses oft unverschämte Drehbuch eigentlich jedes Recht hätte. Ein kunterbuntes Kammerspiel zwischen Cloverfield, ultrawoker Soap und der berühmtesten aller Twilight Zone-Episoden. Hit Girl kickt (Monster)Ass. Der Synthiescore kickt mich. Ethan Hunt lacht sich schlapp. Der perfekte Fridaynightmovie - der hält dich auch um drei Uhr nachts noch staunend wach!

Fazit: what a crazy, pulpy Ride! Komplett bonkers. Nie ernst zu nehmen. Vogelwild und trashig-feministisch. Schönster Monsterschlock. Kurz und knackig. Unverschämt unterhaltsam - wenn man alles mit einem riesigen Augenzwinkern sieht. Positive Überraschung. 

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