iHaveCNit: Gott, du kannst ein Arsch sein! (2020)
01.10.2020
Inspiriert durch eine wahre Geschichte hat Regisseur Andre Erkau eine Mischung aus Roadmovie, Romanze und Feelgood-Movie geschaffen, der dennoch einen sehr ernsten Hintergrund hat. Mit einem namhaften Ensemble und seinem Verlauf hat der Film mir sehr gut gefallen.
Die junge Steffi hat gerade ihren Realschulabschluss in der Tasche und eigentlich eine Ausbildung bei der Polizei als auch eine Abschlussfahrt nach Paris vor sich, doch diese Pläne werden durch eine Diagnose durchkreuzt, weil sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Mit dem zu einer Zwangspause getriebenen im Ort gastierenden Zirkusartisten Steve bricht sie zu einem Roadtrip nach Paris auf und lernt, das Leben noch einmal richtig zu genießen.
„Gott, du kannst ein Arsch sein !“ folgt natürlich der klassischen Struktur eines Roadmovies und legt seinen Fokus mehr auf eine Wohlfühlatmosphäre, die das Leben feiert. Dabei kommen einige ganz unterhaltsame und actionreiche Situationen zustande – und natürlich lernt man hier ein paar Charaktere kennen, die von namhaften Darstellern wie Jasmin Gerat, Benno Fürmann, Dietmar Bär und Jürgen Vogel kennen, die allesamt eher routiniert und oberflächlich geraten sind, wohingegen natürlich der hauptsächliche Fokus auf die parallele Erzählung von sowohl Steffi und Steve als auch Steffis Eltern Frank und Eva. Während es bei Steffi und Steve eher um ein unterhaltsames, actionreiches Abenteuer und eine Liebesgeschichte geht, das durchaus manchmal etwas holprig geraten ist, aber von Sinje Irslinger und Max Hubacher bestmöglich gespielt wird sorgt zumindest der Part mit den von Til Schweiger und Heike Makatsch gespielten Eltern, deren gemeinsames Schauspiel ein Highlight des Films ist, für eine gewisse Portion Ernsthaftigkeit, die dem Film sonst gefehlt hätte. Allgemein ist natürlich nur die kurze Zeitspanne nach der Diagnose Bestandteil des Films. Ich hätte mir hier definitiv ein wenig mehr dramatische Tiefe auch im Part von Steffi und Steve gewünscht, um die Problematik und Dramatik der Krankheit noch ein wenig einzubinden. Trotz einiger Schwächen hat mir der Film aber dennoch gut gefallen.
„Gott, du kannst ein Arsch sein!“ - My First Look – 7/10 Punkte.