Nach einem Unfall während des Urlaubs in Thailand ist Sam Bloom (Naomi Watts) vom Brustbereich abwärts gelähmt. Die vorher so aufgeweckte & sportliche Frau fühlt sich nun nutzlos, zieht sich zurück, wird depressiv. Erst dank einer verletzten Jung-Elster, die aus dem Nest gefallen ist & von Sams ältestem Sohn, der sich eine Mitschuld am Unfall gibt, ins Haus gebracht wird, findet sie zurück ins Leben.
Klingt unwahrscheinlich, ist aber tatsächlich passiert. Der australische Film von Glendyn Ivin erzählt seine Geschichte zärtlich, einfühlsam & nachvollziehbar, ohne je gefühlsduselig zu werden & sie in Melodramatik zu ersäufen. Auch allzu kitschige Untiefen umschifft er geschickt. Trotz der schweren Thematik & einigen Downer-Momenten ist Beflügelt ein schöner, herzerwärmender, mutmachender & lebensbejahender Film.
Naomi Watts liefert eine großartige Performance ab & spielt so intensiv, dass man ihren Schmerz fast körperlich spürt & entsprechend mit ihr mitleidet. Auch die Darsteller ihrer Familie überzeugen. Doch die großen Stars neben Watts sind Gerry, Clipper, Eugene, Maggie May, Mavis, Pew, Pip, Wendell, Swoop & Hollywood, die 10 talentierten Vögel, welche die Elster Penguin zum Leben erwecken. Es ist ja schon ein dicker Pluspunkt, dass man sich entschlossen hat, auf Pixel-Vögel zu verzichten & mit echten gefiederten Freunden zu drehen. Dass die dann aber auch so perfekt abliefern & so wunderbar mit den Menschen, allen voran natürlich Watts, interagieren, da geht einem echt das Herz auf.