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Aus einem geheimen Forschungslabor entkommen bei einer Explosion zwei Versuchstiere, die als Kriegswaffe entwickelt wurden. Ein sogenannter Oxcom, ein genetisch hochgezüchtetes Monster, das einem Hund folgt, der mit menschlichen Zellen versehen hochintelligent ist. Als der Hund beim jungen Travis auftaucht, der ihn gegen den Willen seiner Mutter bei sich aufnimmt, ahnt er noch nicht, dass der Oxcom nur ein Ziel verfolgt und zwar den Hund aufzuspüren und diesen, sowie alle weiteren Lebewesen in seiner Nähe zu töten. Bereits nach kurzer Zeit zieht das monströse Ungetüm eine blutige Spur hinter sich her, doch das ist kein Grund für die All-American-Family zu verzagen. Warum Travis' Mutter plötzlich so viel Verständnis dafür hat, lieber mit dem Hund vor der Nationalen Sicherheit und der Polizei zu fliehen, bleibt wohl ein Geheimnis. Doch es soll noch besser kommen, denn wenn Supermutti mit Pfennigabsätzen vom Dach springt um den Flucht-LKW vorzufahren oder sich Sohnemann in ein Armeehemd schwingt und anfängt, Bomben zur Verteidigung zu basteln. Spätestens dann ist es gewiss, das Roger Corman auch diesen Monstertrash produzierte, das Zottelviech in seinem affigen Kostüm spricht da Bände. Immerhin mag es, den Menschen die Augen herauszureissen oder den Kopf zu entfernen, richtige Splatterszenen fehlen jedoch, da nie ersichtlich wird, wie oder warum die Augen denn im Kopf stören. Tiefschürfend wird es zu keinem Zeitpunkt, da verschenkt Jon Hess zu viel Potential, wie den interessanten Ansatz der beiden telephatisch verbundenen Tiere zueinander. So ist der Golden Retriever immerhin noch für so allerlei putzige und auch rührselige Jugendfilmszenen geeignet, passend dazu geben sich die zweitklassigen Schauspieler die Dusseligkeitsklinke in die Hand. Michael Ironside ist von weitem als staatlich engagierter Bösewicht auszumachen, Jason Priestley in einer kleinen Nebenrolle ist hier noch als Teenie zu sehen. Die Handlung ist insgesamt für die Verfilmung eines Romans (von Dean R. Koontz) ganz schön dünn geraten, obwohl genau dort die Stärken gelegen hätten. Stattdessen wird dieser B-Movie mit mittelmäßigen Auseinandersetzungen und der immer wieder aufgebrühten 08/15 Mentalität präsentiert, mit der ein Teenie (der immer überzeugter Nichtjäger war) das gefährlichste Wesen des Planeten unschädlich macht. Weder der aufgebrachte Sheriff schafft das, noch die mit Böse-Sein viel zu beschäftigten N.S.O.-Agenten. Mit Überraschungen kann man nicht rechnen, lediglich der Unterhaltungswert für anspruchslose anderthalb Stunden mit ein bisschen Blut geht in Ordnung, mehr jedoch nicht.

Fazit: Hier wurde das Potential der Vorlage verschenkt und statt dessen ein üblicher Monster-Thriller mit allen Klischees runtergekurbelt. Der hat zwar keine große Längen, aber auch keine mitreißenden Stärken. 4/10 Punkten

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