Review

Cusack, der Schweigsame

So, ich hab mir mal so gedacht ich gehe mal in die Videothek und leihe mir einen B-Movie Action Film aus und ich dachte da ist doch Chuck Norris genau das richtige Kaliber, alleine schon die Cover sehen nach dem absoluten Trash aus. Covergestaltung die nur mit Paint noch besser gewesen wären und Chuck Norris hat tatsächlich auf jedem Cover eine Waffe am Start, damit sieht das ganze noch trashiger aus.

Nun gut zum Film kann man sagen Chuck Norris spielt wie gewohnt auf Z-Movie Basis, sein Gesichtsausdruck ist immer der gleiche, man hat das Gefühl das er an Gesichtslähmung leidet , wie immer mit dem Norris Vollbart geht’s auch hier ans Eingemachte.
Chuck Norris redet in den ersten Minuten überhaupt nicht, er pfeift höchstens Signale und observiert einen Koksdeal, das ist dann auch das was er in der ersten halben Stunde nur macht, Chuck Norris observiert und starrt dabei ausdruckslos in der Gegend rum, so weit so gut der Koksdeal geht schief weil irgendwelche C-Movie Bösewichte den Deal unterbrechen und natürlich alle erschießen wie sich das gehört, Chuck Norris kommt leider zu spät um die Gauner zusammenzuschlagen dafür darf er sich aber gekonnt cool an der Hauswand an einem Wasserrohr hinunterlassen während seine Kollegen alle die Treppe nehmen, denn keiner könnte das sonst, Chuck Norris kann das nur als Einziger.
Während der Verfolgung erschießt einer seiner Kollegen der aussieht wie Cojak mit dem typischen 80er Jahre Trenchcoat einen afroamerikanischen Jugendlichen, warum er das macht weiss keiner nicht einmal der Cojak selbst. Er schiebt dann dem Jungen eine Pistole unter damit das ganze nach Notwehr aussieht. Natürlich dauert es keine 2 Sekunden bis Chuck Norris ins Geschehen tritt und dank seinem 6. Sinn für Verbrechen schon den Braten riecht aber er sagt wie immer kein Ton sondern starrt mit der gewohnten Fratze einfach vor sich hin.
Wie sich dann im Laufe dieses Machwerks herausstellt waren die Koksdealer irgendwelche bösen Kolumbianer die natürlich Blutrache wollen, wie das halt in jedem Film dieses Kalibers so ist. Aber die Geschichte kommt einem eher nebensächlich vor, denn man will ja eigentlich nur sehen wie Chuck Norris irgendwen zusammenschlägt oder schießt, leider kommt man noch nicht mal dabei auf seine Kosten, der einzige Lichtblick ist hier die Kneipenszene in der Chuck Norris mal richtig zeigen kann wie hart er ist, er legt sich gleich mit der ganzen Bar an die voller testosteronanabolika Kolumbianer ist, aber niemand ist so stark wie Chuck Norris der in seinen viel zu engen und kleinen Jacken und Pullovern die Kneipe ausseinander nimmt. Am Ende sind es aber dann doch zu viel, sogar für Chuck Norris und er muss Prügel einstecken, das macht aber nichts denn das motiviert ihn nur zu härteren Mitteln zu greifen, also geht er aufs Polizeirevier und klaut gleich die ganze Waffenkammer plus einen 80er Jahre Hi-Tech Polizeiroboter der aussieht wie ein Legopanzer.
Dann geht’s endlich los, Chuck Norris fährt die harten Geschütze auf und schießt mit allem was die Waffenkammer hergibt, alles explodiert auch wenn nur mit normaler Munition geschossen wird der Legoroboter gibt auch alles was er kann und wir dürfen bewundern wie Chuck Norris mit einer Pumgun Leute aus Kilometerweiter Entfernung erschießen kann, natürlich mit unendlich Munition ist ja klar.
Norris nimmt also das ganze böse Gesocks auseinander und triumphiert in den Trümmern als Held so wollen wir das sehen, am Ende mögen ihn alle wahrscheinlich weil sie Angst haben das er ihnen einen Roundhousekick verpasst.

Fazit:
Langweiliger C-Movie Trash mit einem starrenden Norris der leider viel zu wenig Martial Arts Einlagen hatte und auch zu wenig Geballer, der obligatorsche Roundhousekick auf den ich den ganzen Film gewartet habe kam leider gar nicht, schade schade, nur das Ende ist einigermaßen sehenswert alleine schon wegen dem absolut lächerlichen Legoroboter und Norris der mit dem Raketenwerfer Türen einschießt.

3/10 Punkten

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