Review

Das schöne an Körpertauschkomödien ist, dass sie so angenehm seicht sind, - normalerweise.
Denn Regisseur Christopher Landon („Happy Deathday“) konnte sich mit seinen Horrorkomödien einen guten Ruf erspielen, woran „Freaky“ definitiv nichts ändern wird.

Schülerin Millie (Kathryn Newton) hält sich gerne im Hintergrund auf und doch wird sie von einigen Mitschülern gemobbt. Eines Abends wird sie vom Blissfield-Butcher (Vince Vaughn) mit einem magischen Ritualdolch angegriffen, doch das Attentat schlägt fehl. Am nächsten Morgen erwacht Millie im Körper des Killers in einer morbiden Spelunke, während der Tunichtgut im Kinderzimmer im Körper einer 17jährigen aufwacht. Millie bleiben nur 24 Stunden Zeit, den Killer zu stellen und den Körpertausch rückgängig zu machen…

Die Handlung steigt in Form eines Slashers ein, der sich mit kreativen Gewalteinlagen nicht zurückhält. Da landet schon mal ein Tennisschläger quer im Schädel, während eine Flasche im Hals des Opfers zu Bruch geht. Die FSK16 scheint diesbezüglich an einigen Stellen etwas zu niedrig angesetzt, zumal die überwiegend handgemachten Effekte zu überzeugen wissen.
Nach etwa einer halben Stunde gesellt sich der komödiantische Teil hinzu, der überwiegend von Situationskomik lebt.

Dank der starken Besetzung bereitet es schlicht Freude, einem Hünen wie Vaughn dabei zuzusehen, wie er sich leicht tapsig fortbewegt und mit spätpubertären Verhaltensweisen in prekären Situationen reagiert. Aber auch Newton ist Dank der Wandlung von der Schüchternen zum Vamp überzeugend, zumal der Wille des Killers oftmals nicht mit den vergleichsweise zarten Persönchen von Millie konform geht.
Ferner sorgen einige Nebenfiguren für kleine Lacher, spätestens als der stockschwule Freund beim Rollenspiel erwischt wird oder ein Lehrer sein wahres Gesicht offenbart.

Dank des immens hohen Tempos mit nur wenigen Verschnaufpausen fällt die im Grunde überaus simpel gestrickte Geschichte nicht allzu negativ auf. Denn was es nun mit jenem Dolch auf sich hat, wird nicht näher erläutert und auch die Beweggründe des Killers bleiben weitgehend im Dunkeln. Die Passagen einer sich anbahnenden, jungen Liebe hätte es im Grunde nicht gebraucht, doch auch hier stimmen Timing und Schauspiel, während die Chose nach dem eigentlichen Showdown noch nicht zu Ende ist.

„Freaky“ bereitet schlicht Laune, liefert eine Menge Abwechslung und überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Slasher und Body Swap. Die gut aufgelegten Mimen und das saubere Handwerk runden die Sache ab und sorgen für kurzweilige 102 Minuten, die für einen Partyfilm bestens geeignet sind.
7,5 von 10

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