Der Blissfield Butcher ist los und meuchelt Teenies. Zu Beginn mutet der von Christopher Landon inszenierte Streifen wie ein gewöhnlicher Slasher an, denn ein maskierter Killer beseitigt trinkende und vögelnde Heranwachsende. So weit, so klassisch. Als sich der bis dahin stumme Täter der Schülerin Millie annimmt und dabei einen verfluchten Dolch nutzt, tauschen diese daraufhin die Körper. Und es bleiben 24 Stunden, um dies rückgängig zu machen.
Daran ist nun vor allem Millie gelegen, die im Körper des Killers steckt, welcher wiederum von Vince Vaughn verkörpert wird. Und sein Spiel ist klar das Highlight des Films. Wie er sich der Verhaltensmuster einer Teenagerin annimmt, ihrem Verehrer näherkommt oder generell mit „Altersgenossen“ interagiert, ist mitunter einfach herrlich komisch. Das lässt gerne darüber hinwegsehen, dass das Genre der Bodyswitch-Komödie schon öfters beackert wurde und dass die ersten knapp dreißig Minuten für die Vorerzählung ziemlich überdimensioniert sind. Ab dem Tausch ist der Film durchaus witzig sowie temporeich und das Ensemble ist insgesamt ziemlich brauchbar.
Neben Vaughn spielt Kathryn Newton die zweite Hauptrolle und macht sie den Job auch okay, sie steht einfach hinter ihrem Kollegen zurück. Ja, sie schaut böse in die Gegend und darf ein bisschen fies sein, trägt diese Veränderung aber nie so eindrücklich nach außen wie ihr Gegenpart. Dafür bekommt man mit Celeste O'Connor und vor allem Misha Osherovich als Millies Schulfreunde gute Sidekicks an die Seite, wenn auch die exaltierte Art von Josh etwas drüber und klischeebeladen ist.
Der Humor speist sich logischerweise überwiegend aus der Situation des Körpertauschs, der für manche Verwirrung sorgt. Überdies ist der Streifen überraschend suppig geraten, die ein oder andere Splatterszene hat es in Bild und Ton in den Film geschafft, was dem Szenario gut zu Gesicht steht. Dass er auch „Freaky Friday the 13th“ heißen könnte weiß der Film allerdings auch, der Gedanke daran wird hier nicht nur einmal erweckt.
Trotz seines wenig überraschenden Ablaufs funktioniert „Freaky“ überwiegend recht gut, selbst die irgendwann auftauchende erwartbare emotionale Szene, hier getrennt durch die Tür einer Umkleidekabine, wirkt nicht unpassend. Auch, dass mal kurz ein Blick auf die Perspektive des anderen Geschlechts thematisiert wird, kommt wenig überraschend. Trotzdem nett, das es angerissen wird, insgesamt hätten sich hier aber noch viele weitere Witze ergeben dürfen.
Insgesamt eine unterhaltsame Komödie mit der ein oder anderen blutigen Einlage, die das Thema des Körpertauschs mit bekanntem Aufbau variiert. Highlight ist Vince Vaughn im Teeniemodus, der Rest vom Cast ist auch in Ordnung und nach dem etwas zu langen Beginn entwickelt sich ein spaßiger Film, trotz der wenig originellen Grundidee.