Fire Force oder Firepower, wie er im Original heißt, gehört zu den guten alten Kickboxfilmen der 90er, die meistens nur bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt in Deutschland erschienen sind. Dieser hier überzeugt vor allem durch seine gut choreographierten Kampfsequenzen und durch einen extrem coolen Gary Daniels.
Zur Story: Die beiden Cops Sledge (Daniels) und Braniff (McQueen) bekommen dem Auftrag, im Los Angeles der Zukunft, einen Drogenboss festzunehemen, der einen gefälschten Aidsimpfstoff verkauft. Dazu schleichen sie sich undercover in dessen Fightclub ein, um so irgendwie an Informationen zu kommen. Leider werden sie enttarnt und der Drogenboss schickt ihnen seinen persönlichen Henker auf den Hals, den hünenhaften Swordsman (Hellwig).
Die Story ist nicht wirklich ernstzunehmen und strotzt nur so vor Logiklöchern. Hinzu kommen schlechte Effekte, die man vor allem bei der Auseinandersetzung mit Laserwaffen bewundern darf. Aber all das macht den Charme des Films aus, und da der Regisseur Richard Pepin heißt kann man sich auf solide Aktion verlassen. Die Höhepunkte des Films, die Kämpfe im "Todesring", sind flott inszeniert und man sieht unter den Kämpfern auch das ein oder andere bekannte Gesicht (z.B. Art Camacho). Leider scheidet Daniels gegen Ende des Films aus und Chad McQueen darf den Endkampf austragen. Warum dieser Mann für Martial Artsfilme gecastet wird war mir schon bei Martial Law ein Rätsel, da er weder den Körper noch die Fähigkeiten eines Kämpfers hat.
Gary Daniels ist in diesem Film in Topform und der Kampf gegen Wrestler "The Warrior" aka Swordsman gehört zu den besten seiner Filmkarriere.
Für alle die mal wieder nen coolen Prügelfilm mit Nostalgiefaktor sehen wollen ist das hier Pflicht. Insgesamt toller Streifen aus dem Hause Merhi/Pepin.